Der UAZ 452 «Buchanka»: Ein Dinosaurier für das grobe Gelände

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Manche Dinge ändern sich nie und das ist auch gut so. In einer Welt voller sensibler Touchscreens wirkt dieses Auto wie ein massiver Fels in der Brandung.

UAZ Buchanka
UAZ Buchanka: Der Allradantrieb und die hohe Bodenfreiheit ermöglichen extreme Geländegängigkeit. - UAZ

Der Anblick des charmanten Kastenwagens zaubert Passanten sofort ein nostalgisches Lächeln ins Gesicht. Technisch setzt der russische Hersteller konsequent auf bewährte Mechanik statt auf anfällige Elektronik.

UAZ Buchanka
Er gilt als eines der langlebigsten und zugleich spartanischsten Fahrzeuge der Welt. - UAZ

Seit Jahrzehnten läuft das Modell fast unverändert vom gleichen Fliessband. Es ist ein rollendes und faszinierendes Zeugnis lebendiger Automobilgeschichte.

Ein Rekordhalter der Beständigkeit

Der UAZ 452 wird seit dem Jahr 1965 im russischen Werk Uljanowsk produziert. Damit gehört er heute zu den am längsten gebauten Kraftfahrzeugen der gesamten Welt.

Optisch hat sich in all diesen Jahren kaum etwas an der markanten Karosserie getan. Die runde und simple Form erinnert stark an ein klassisches Kastenbrot.

UAZ Buchanka
Die Bedienelemente sind so konzipiert, dass sie auch mit dicken Handschuhen bedienbar sind. - UAZ (Screenshot)

Genau daher rührt auch sein liebevoller und weit verbreiteter Spitzname «Buchanka». Diese Treue zum ursprünglichen Entwurf macht ihn auf der Strasse absolut einzigartig.

Kompromisslos im Gelände

Wo moderne SUVs oft an ihre Grenzen stossen, fängt der Spass für diesen Bus erst an. Der zuschaltbare Allradantrieb wühlt sich mühelos durch tiefsten Schlamm und Schnee.

Dank der enormen Bodenfreiheit stellen auch Felsbrocken oder Baumstämme meist kein Hindernis dar. Die verbaute Technik ist dabei bewusst simpel und extrem robust gehalten.

UAZ Buchanka
Im Gelände beweist der Buchanka seine Qualitäten als unverwüstliches Arbeitstier. - UAZ

Sollte doch einmal etwas kaputtgehen, reicht oft ein Hammer zur schnellen Reparatur. Komplizierte elektronische Diagnosegeräte sucht man in diesem spartanischen Cockpit vergeblich.

Freiheit auf vier Rädern

Der kastenartige Innenraum bietet enorm viel Platz für individuelle Ausbauten und kreative Ideen. Viele Besitzer verwandeln den einfachen Transporter in einen gemütlichen Camper für weite Fernreisen.

Man verzichtet dabei bewusst auf modernen Komfort und gewinnt ein Gefühl echter Unabhängigkeit. Die serienmässige Heizung wärmt auch bei sibirischen Temperaturen den Innenraum zuverlässig auf.

UAZ Buchanka
Die maximale Zuladung des Buchanka liegt je nach Modell oft bei knapp 900 Kilogramm. - UAZ

Es geht hier nicht um hohe Geschwindigkeit, sondern um das reine Erlebnis des Fahrens. Der kernige Motorlärm gehört dabei einfach zum authentischen Gesamterlebnis dazu.

Technik mit Ecken und Kanten

Unter der Blechhaube arbeitet in der Regel ein grossvolumiger Vierzylinder-Benzinmotor mit 2.7 Litern Hubraum. Er liefert genügend Drehmoment für steile Anstiege in den Schweizer Alpen.

Der Verbrauch ist allerdings nichts für sparsame Naturen und fordert seinen Tribut. Dafür frisst das unempfindliche Aggregat auch Kraftstoff von schlechterer Qualität problemlos.

Moderne Sicherheitsfeatures wie Airbags oder Knautschzonen fehlen konstruktionsbedingt fast völlig. Man fährt vorausschauend und geniesst die absolute Entschleunigung auf der Strasse.

Kommentare

User #1154 (nicht angemeldet)

KI-Chatbot sagt: Wenn die Batterie eines E-Autos defekt ist, muss sie in eine spezialisierte Werkstatt gebracht werden; oft ist nur ein einzelnes Batteriemodul betroffen, was aber trotzdem nicht einfach und schnell zu reparieren ist, und ein Komplettaustausch kostet mehrere tausend, oft bis zu 28-tausend Euro, bei einigen Mercedesmodellen nicht selten über 36-tausend Euro. Die Reparatur erfolgt durch den Austausch defekter Module oder die Reparatur von Komponenten wie dem Onboard-Charger oder DC-DC-Wandler, die häufiger Probleme verursachen als die Zellen selbst.

User #5245 (nicht angemeldet)

Achtet darauf, dass euer neues Elektroauto einen LFP Akku verbaut hat. LFP-Akkus sind deutlich weniger gefährlich als NMC-Akkus , da sie eine viel höhere thermische Stabilität aufweisen, weniger anfällig für Überhitzung und Brände sind und bei chemischen Reaktionen keinen Sauerstoff freisetzen, was das Risiko eines "thermischen Durchgehens" (thermal runaway) stark minimiert. Während NMC-Akkus mehr Energie auf kleinem Raum speichern (höhere Energiedichte), punkten LFP-Akkus (Lithium-Eisen-Phosphat) mit überlegener Sicherheit, längerer Lebensdauer und Kosteneffizienz, was sie zur sichereren Wahl macht. Dazu kommt, dass sie inzwischen schneller laden können wie NMC-Akkus und dies auch ohne Probleme immer bis 100% SOC.

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