Dacia Striker: Warum noch teure Kombis kaufen?

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Bern,

    Viel Platz, Hybrid-Power und Allrad zum Kampfpreis: Der neue Dacia Striker fordert die Kombi-Könige heraus. Was kann das günstige Familienauto wirklich?

    Dacia Striker
    Der Striker definiert das C-Segment als vielseitiger Lifestyle-Kombi mit SUV-Genen neu. - Dacia

    Wer viel Platz im Auto sucht, zahlt sich beim Händler aktuell schnell dumm und dämlich. Die etablierte Konkurrenz verlangt für moderne C-Segment-Kombis mit Vollhybrid-Antrieb schliesslich oft weit über 35'000 Franken.

    Schweizer Familien müssen deshalb für ein praktisches Neufahrzeug immer tiefer in die eigene Tasche greifen. Doch nun rollt ein völlig neuer und hochinteressanter Herausforderer auf unsere heimischen Strassen.

    Dacia Striker
    Markantes Design: Mit 4.62 Metern Länge verbindet er eine aerodynamische Silhouette mit einer robusten, aufrechten Frontpartie. - Dacia

    Die rumänische Renault-Tochter präsentiert den neuen Dacia Striker als eine clevere Kampfansage. Dieses Modell kombiniert ein variables Crossover-Design mit hocheffizienten Motoren für das schmale Budget.

    Das Konzept und der Platzkomfort

    Der brandneue Newcomer misst stolze 4.62 Meter in der gesamten Länge. Damit übertrifft er sogar das hauseigene SUV «Bigster» und bietet den Insassen enorm viel Raum.

    Das grosszügige Kofferraumvolumen schluckt standardmässig beachtliche 600 Liter an Gepäck. Ein klassischer VW Golf Variant bietet mit 611 Litern Stauraum nur minimal mehr Kapazität.

    Dacia Striker
    Ergonomie: Die neu gestalteten Komfortsitze bieten verbesserten Seitenhalt und eine anpassbare Lendenwirbelstütze für ermüdungsfreies Reisen. - Dacia

    Dacia verbaut zudem einen äusserst praktischen, dreiteiligen Laderaumboden mit einer komplett abwaschbaren Schmutzseite. Die Schweizer Kundschaft freut sich über diese durchdachte Flexibilität beim wöchentlichen Grosseinkauf.

    Die Antriebe im Härtetest

    Unter der robusten Haube steckt moderne Technik aus dem grossen Renault-Regal. Käufer wählen flexibel zwischen einem Mildhybrid mit 140 PS und einem 155-PS-starken Vollhybrid.

    Besonders spannend für steile Schweizer Bergstrassen ist die innovative Hybrid 4x4-Variante. Ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse sorgt für verlässlichen Allradantrieb bei Schnee und Rutschgefahr.

    Dacia Striker
    Akustik: Dank verbesserter Dämmung an den Radhäusern und Türdichtungen bleibt der Innenraum selbst bei Autobahntempo angenehm leise. - Dacia

    Im dichten Stadtverkehr fährt das Auto bis zu 80 Prozent der Fahrzeit rein elektrisch. Das senkt den täglichen Benzinverbrauch massiv und schont die Umwelt.

    Wo Dacia den Rotstift ansetzt

    Der günstige europäische Einstiegspreis von unter 25'000 Euro erfordert natürlich auch einige sichtbare Kompromisse. Im nüchternen Innenraum dominiert harter, kratzempfindlicher Kunststoff das gesamte Cockpit und die Türen.

    Das neue digitale Kombiinstrument mit schwebenden 3D-Grafiken wirkt zudem im Alltag etwas gewöhnungsbedürftig. Der stark gemusterte Hintergrund scheint zeitweise störend durch die digitale Anzeige hindurch.

    Dacia Striker: Crossover statt Sparmodell?

    Auch bei der wichtigen Geräuschdämmung sparen die Rumänen erfahrungsgemäss merklich. Lange Fahrten bei höherer Geschwindigkeit könnten somit die Nerven der Passagiere strapazieren.

    Der Schweizer Marktvergleich

    Der Skoda Octavia Combi gilt in der Schweiz seit Jahren als der unangefochtene König. Allerdings kostet der beliebte Tscheche in einer vergleichbaren Ausstattung schnell sehr viel mehr Geld.

    Der Striker punktet ausserdem mit einer deutlich erhöhten Bodenfreiheit von bis zu 20 Zentimetern. Damit wildert er ab sofort erfolgreich im Revier etablierter und teurerer Crossover-Modelle.

    Die Bestellungen starten bereits ab Herbst 2026; die ersten Auslieferunger folgen Anfang 2027. Schweizer Schnäppchenjäger sollten diesen vielseitigen Lifestyle-Kombi für die Familie definitiv im Auge behalten.

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    Kommentare

    User #2900 (nicht angemeldet)

    Dacia ist heute das, was Volkswagen einst einmal war - ein günstiges praktisches Mobilitätwerkzeug für das Volk. Volkswagen und mittlerweile leider auch Škoda sind komplett abgehoben und haben vergessen, was der Kunde wirklich braucht. Dementsprechend ist der Zustand der einstigen Automobilkonzerne. Es tut gut zu sehen, dass Europa immer noch günstige Fahrzeuge bauen kann. Dass ich bei dem Preis keinen Mercedes Bayerische Motoren Werke oder Rolls-Royce erwarten kann, versteht sich von selbst.

    User #2854 (nicht angemeldet)

    Ein Brot und Butter Auto mehr braucht es auch nicht und Dacia weiss das Sie genau diese Zielgruppe sucht gute Autos bauen mit bezahlbaren kosten.

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