Kulturfabrik dicht: Mattenstrasse nimmt Künstlerateliers auf

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Biel/Bienne,

Die Stadt musste den Mietern der Kulturfabrik per Ende Juni 2026 kündigen. Grund waren gefundene Sicherheitsmängel. Für viele wurden bereits Lösungen gefunden.

Blick auf die Altstadt von Biel.
Blick auf die Altstadt von Biel. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Die Stadt hat den meisten Kulturschaffenden der Kulturfabrik bereits am 7. Mai 2026 vorübergehende Ersatzlösungen zur Miete anbieten können.

Dies, nachdem sie am 23. März 2026 die Schliessung des Gebäudes an der Gurzelenstrasse 11 aufgrund von Sicherheitsmängeln verfügen und ihnen kündigen musste.

Die meisten der Ersatzlokale befinden sich in der neu erworbenen Liegenschaft an der Mattenstrasse 133.

Wie die Stadt Biel weiter ausführt, entwickeln die zuständigen Direktionen zudem gemeinsam langfristige Strategien, um die Kontinuität von kulturellen Aktivitäten in der Stadt sicherzustellen.

Für fast alle Mieter sind Lösungen gefunden

Die Direktion Bau, Energie und Umwelt hat zusammen mit der Direktion Bildung, Kultur und Sport innerhalb eines Monats nach der Kündigung für fast alle Mieter der Kulturfabrik Lösungen gefunden.

Anhand der aufgenommenen Bedürfnisse der Betroffenen hat die Stadt ihnen an einer Informationsveranstaltung am 7. Mai passende Ersatzlokale anbieten können. Die meisten davon befinden sich in der Liegenschaft an der Mattenstrasse 133, die die Stadt erst kürzlich mit Einwilligung des Stadtrats erwarb.

Neben der Zwischennutzung als Turnhalle und Bibliothek wird sie in den kommenden rund vier Jahren nun auch für Künstlerateliers Platz bieten. Die Betroffenen können das Gebäude in Kürze besichtigen.

Schliessung aufgrund von Sicherheitsmängeln

Eine Überprüfung hatte ergeben, dass der Zustand des Gebäudes Kulturfabrik an der Gurzelenstrasse 11 nicht normkonform ist.

Es wurden erhebliche Risiken festgestellt und die Abteilung Hochbau war nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Möglichkeiten zur Erkenntnis gekommen, dass eine sofortige Schliessung unvermeidbar ist.

Für die Sanierung des Gebäudes zur Sicherstellung der dauerhaften weiteren Nutzung rechnet die Abteilung Hochbau mit einem Investitionsbedarf von rund 5 Millionen Franken.

Die Stadt musste den Mietern per Ende Juni 2026 kündigen. Sie hat ihnen dafür die Miete für die Monate Mai und Juni erlassen.

Stadt bemüht sich um individuell passende Ersatzlösungen

Einigen der Kulturschaffenden wurden Ersatzlokale in der alten Krone angeboten, eine Mieterin wird voraussichtlich in ein Atelier an der Gurzelenstrasse ziehen und für eine Handvoll Mieter konnte noch keine ihren Bedürfnissen entsprechende Lösung gefunden werden.

Die Stadt Biel verfolgt zurzeit verschiedene Optionen und ist zuversichtlich, dass sie auch für diese Gruppe noch Ersatzlokale finden wird. Die Betroffenen werden laufend informiert.

Strategien für nachhaltige Zukunftslösungen

Neben der Suche nach kurzfristigen Ersatzlösungen für die Betroffenen stellen die Direktion Bau, Energie und Umwelt und die Direktion Bildung, Kultur und Sport strategische Überlegungen zur Weiterentwicklung der Kulturfabrik und weiterer dauerhafter Lösungen für die Kulturschaffenden an.

Alle Varianten werden sorgfältig geprüft und verglichen. Ziel ist, den Kulturschaffenden danach Vorschläge für die Zukunft nach der Zwischenlösung zu unterbreiten.

Der Stadt liegt viel an einem lebendigen Kulturbetrieb. Damit dieser funktioniert, bedarf es einer Perspektive und diese will die Stadt bieten.

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