Thunerin ortet eigenes Handy bei Asylzentrum: Es gibt jedoch Haken
Einer jungen Thunerin kommt beim Feiern das Handy abhanden. Wo es aktuell ist, scheint sie zu wissen. Dennoch gestaltet sich die Suche kompliziert.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein gestohlenes Handy kann mittels App geortet werden.
- Trotzdem kann eine Thunerin ein solches nicht so einfach zurückbekommen.
- Laut Tracking befindet sich das Mobilgerät in einem Bundesasylzentrum.
- Das Staatssekretariat für Migration (SEM) bezeichnet die Ortung als zu wenig präzise.
Es ist der Albtraum vieler: Plötzlich verschwindet das Handy. So geschehen auch einer 21-jährigen Thunerin. Sie war vergangenes Wochenende zum Feiern in Bern.
Mithilfe der App «Wo ist?» kann sie ihr iPhone jedoch orten. Wie «20 Minuten» schreibt, befindet es sich gemäss der App beim Bundesasylzentrum Kappelen.

Trotzdem kommt die junge Frau nicht an ihr Mobiltelefon heran. Dem Portal sagt sie, sie habe die Unterkunft aufgesucht. Es dürften jedoch nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner durchsucht werden, sei ihr dort mitgeteilt worden. Auch Anzeige bei der Polizei habe sie erstattet.
Sowohl das Staatssekretariat für Migration (SEM) als auch die Kantonspolizei können in dem Fall nur bedingt weiterhelfen. Die Ortung sei zu wenig präzise, erklärt etwa ein SEM-Sprecher gegenüber «20 Minuten». Man müsste für eine Durchsuchung jeden Bewohnenden zunächst um Erlaubnis bitten.
Polizei stellt Frage der Verhältnismässigkeit
Ohne Einverständnis könne das nur die Polizei machen. Auch diese verweist auf die Präzision der App-Ortung. Ob es verhältnismässig ist, ein Gebäude mit über 100 Personen nach einem gestohlenen Handy zu durchsuchen, sei Gegenstand der Ermittlungen.
Konkreter handeln könne man, gäbe es zusätzlich zu der Ortung auch noch Zeugen oder andere Hinweise.








