Michael Wendler verkaufte früher Dildos und Sexpuppen

Der Vater von Michael Wendler hat ein Enthüllungsbuch veröffentlicht: «Die Wahrheit über meinen Sohn».

Laura Norberg und Michael Wendler wohnen zurzeit in den USA. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Vater von Michael Wendler hat ein Enthüllungsbuch über seinen Sohn geschrieben.
  • Darin geht Manfred Wessels etwa auf den Künstlernamen und die Corona-Theorien ein.

Manfred Wessels (72) rechnet in einem Enthüllungsbuch mit seinem Sohn Michael Wendler (48) ab!

Beide sind seit Jahren zerstritten. «Die Lügen und Machenschaften meines Sohnes haben leider System», fasst Wessels gegenüber der «Bild»-Zeitung zusammen.

Das Buch «Die Wahrheit über meinen Sohn Michael Wendler» erscheint am Donnerstag und hat es in sich. Dokumentiert ist der Weg Wendlers vom Vatersöhnchen zum Verschwörungstheoretiker.

Der Vater von Michael Wendler preist das Enthüllungsbuch auf Instagram an. - Instagram

Manfred Wessels: «Ich habe ihm durch mein Geld erst die Schlager-Karriere ermöglicht, die er jetzt durch sein wirres Video weggeworfen hat».

Michael Wendler wollte mit Dildos reich werden

Das Boulevard-Blatt hat einige Ausschnitte aus dem Buch vorab veröffentlicht. Dabei geht es etwa um den Ausflug des Schlager-Stars ins Erotik-Gewerbe.

«Michael wollte 1997 nicht etwa ein Modegeschäft oder einen Laden für Motorrad-Zubehör eröffnen. Nein, ein Erotik-Laden sollte es sein! Und wie immer setzte er seinen Kopf durch», schreibt sein Vater.

Demnach nannte Wendler den Laden «GummiDummi!». Er habe einen ganzen Container aus Thailand bestellt, der sei bis zum Rand gefüllt gewesen mit Erotik-Materialen.

Michael Wendler - ein Bild aus früheren Tagen. - Bang

«Er richtete den Laden her und stellte neue Mitarbeiter ein, die für ihn tätig waren. Neue Angestellte, die bezahlt werden wollten. Ein Haufen Ware, die bezahlt werden musste und noch mehr Miete. Mir war ganz angst und bang», heisst es in dem Buch.

Es dauerte knapp ein Jahr, dann konnte Michael Wendler die Mieten für die Läden nicht mehr bezahlen. Die Dildos, Videos, Sexpuppen etc. landeten für drei Wochen im Keller von Manfred Wessel.

Wie der Künstlername «Wendler» zustande kam

Manfred Wessels äussert sich in dem Buch über seinen Sohn auch zum Künstlernamen «Wendler»: «Den habe ich mir ausgedacht. Mir fiel spontan der leibliche Vater meiner Frau ein. Gerd Wendler, aus Enningerloh bei Warendorf. Wendler!»

Er habe sofort bei Gerd nachgefragt, ob sein «Junge, der Michael» seinen Namen benutzen könne. «Der Vater meiner Frau war sofort dabei und sagte ohne Zögern: ‹Klar kann Michael meinen Namen benutzen, das ist doch wohl selbstverständlich!›»

Manfred Wessels hat ein Enthüllungsbuch über seinen Sohn Michael Wendler geschrieben. - Instagram/manfredwessels

Auch sein Sohn sei damit einverstanden gewesen. Von diesem Moment an hiess er Michael Wendler - auf der Bühne, für die Presse, für die Fans.»

Was es mit den Corona-Verschwörungstheorien auf sich hat

Das Buch von Manfred Wessels hätte eigentlich schon etwas früher erscheinen sollen. Doch der Veröffentlichungstermin wurde nach dem freiwilligen «DSDS»-Austritt seines Sohnes verschoben. Der Vater des Schlager-Stars wollte nämlich auch die Corona-Verschwörungstheorien im Buch kommentieren.

«Wumms, mein Sohn wurde nun politisch, eine gänzlich neue Seite, die er da zeigte. Als ich das hörte, war ich genauso perplex wie wahrscheinlich jeder von Ihnen», beginnt Manfred Wessels.

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Instagram/wendler.michael - Mit diesem Video verkündete der Wendler seinen «DSDS»-Rückzug.

Der 72-Jährige glaubt nicht, dass «sein Sohn krank im Kopf» sei, sondern eine Strategie habe. «Michael ist geflohen vor der Justiz, denn er steht unter enormen Druck. Er hätte jetzt seinen Berufungsgerichtstermin gehabt, zu dem er hätte erscheinen müssen. Er glaubt, dass ihm in Amerika niemand etwas anhaben kann.»

Dass er sich auf die Seite der Verschwörungstheoretiker begeben hat, kauft ihm sein Vater «überhaupt nicht ab». «Das passt überhaupt nicht zu ihm. Seine Angriffe auf die Bundesregierung finde ich ebenso schlimm, wie die auf seinen Arbeitgeber RTL. Davon möchte ich mich als sein Vater auch ganz entschieden distanzieren.»