Schladming-Riesen: Meillard auf Podestkurs – SRF mit Bildproblemen
Beim ersten Riesenslalom-Lauf in Schladming sorgen technische Probleme für Ärger beim SRF und den TV-Zuschauern. Experte Didier Plaschy nimmt es mit Humor.
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Das Wichtigste in Kürze
- Loïc Meillard überzeugt im ersten Schladming-Lauf, Gino Caviezel gibt sein Comeback.
- SRF ist live dabei, die Zuschauer leiden aber unter massiven technischen Problemen.
- «Sowas kennt man sonst nur aus der Disco», sagt Experte Plaschy über das Live-Bild.
Wenige Tage nach den Kitzbühel-Rennen geht es im Ski-Weltcup im Riesenslalom von Schladming schon wieder weiter. Doch Schweizer Ski-Fans, die sich auf das Nachtrennen vor dem Fernsehen gefreut haben, erleben eine böse Überraschung.
Grosse Bildprobleme bei SRF
Die SRF-Übertragung ist nämlich alles andere als ein Genuss. Das Signal hängt völlig, sodass die Bilder der Fahrten völlig verwackelt sind. «Entschuldigen Sie die Bildprobleme», wird immer wieder eingeblendet.
SRF-Experte Didier Plaschy meint: «Das ist Strobo-Fernsehen. Sowas kennt man sonst nur aus der Disco.» Später läuft das Bild flüssiger, die Qualität nimmt aber ab, die Erklärung: «Kameramann Werner Meier filmt aktuell die Videoleinwand.»
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Nur: Durch diese Lösung ist das Bild dem Live-Kommentar voraus. Die Audio-Kommentare kommen also immer erst Sekunden nachdem sich die entsprechende Szene ereignet.
Marco Odermatt liegt zurück
Auch Marco Odermatt war für seine Verhältnisse wohl nicht ganz bereit für den ersten Schladming-Lauf: Er verliert beinahe eine Sekunde. Der Nidwaldner scheint die Enttäuschung vom verpassten Sieg an der Streif-Abfahrt noch nicht verdaut zu haben.
Noch schlechter läuft es bei Henrik Kristoffersen. Der Norweger kommt nicht auf Touren und ist 2,18 Sekunden zurück. Mit einem Schulterzucken und frustriertem Kopfschütteln reagiert er auf seine Fahrt im ersten Lauf.
Meillard ist auf Podestkurs
Loïc Meillard hingegen legt einen tollen Lauf in den Schnee: Der formstarke Schweizer zeigt eine starke Fahrt und geht mit dem zweiten Zwischenrang in den zweiten Lauf. Nur der entfesselte Lucas Pinheiro Braathen ist noch sechs Hundertstelsekunden schneller.

Dem überraschenden Fabian Gratz gelingt mit Startnummer 19 die drittschnellste Zeit: Er verliert nur 31 Hundertstel auf die Fahrt von Braathen.
Caviezel feiert sein Comeback
Für eine positive Geschichte sorgt auch Gino Caviezel. Er feiert nach schwerer Verletzung ein frühes Comeback. Er verliert zwar viereinhalb Sekunden – allein, dass er seinen Lauf ins Ziel bringt, ist aber eine starkes Zeichen.
Er sagt im Interview mit SRF: «Ich bin froh, bin ich wieder zurück. Es war eine harte Zeit, ich danke wirklich allen, die mir geholfen haben.» Er könne aber sicher besser skifahren, als in diesem Rennen.

Ebenfalls nicht mehr im zweiten Lauf dabei sind Thomas Tumler und Luca Aerni: Die beiden Schweizer scheiden bereits im ersten Durchgang aus. Auch Sandro Zurbrügg scheidet aus – Fadri Janutin schafft es zeitlich nicht in die Top 30.
Der 2. Lauf in Schladming startet um 20.45 Uhr. Diesmal vielleicht auch mit gutem SRF-Bild: Die technischen Probleme wurden offenbar gelöst.
















