Slalom-Ass Rochat: War Stammgast in Unglücksbar
Im Schweizer Ski-Team haben zwei Fahrer einen direkten Bezug zu Crans-Montana. Marc Rochat kennt die Unglücksbar bestens – Luca Aerni vom Vorbeigehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marc Rochat war früher häufig in der Unglücksbar «La Constellation» in Crans-Montana.
- «Schätzungsweise habe ich hier sieben Silvester-Partys gefeiert», sagt der Romand.
- Rochat und auch Luca Aerni bangten an Neujahr um Bekannte.
Die Feuerkatastrophe in Crans-Montana VS sorgt auch in der Skiwelt für grosse Trauer.
Camille Rast fuhr bei ihren zwei Siegen im slowenischen Kranjska Gora am Wochenende mit einem Trauerflor. Die Walliserin machte auch in Interviews klar, dass ihre Gedanken bei den Betroffenen des Unglücks sind.
Rochat fühlte sich im Lokal jeweils «sehr wohl»
Im Männer-Weltcup sorgt der Vorfall mit 40 Toten ebenfalls für Bestürzung. Slalomspezialist Marc Rochat hat sogar einen direkten Bezug zur Unglücksbar «La Constellation».
«Ich habe mich als Jugendlicher in diesem Lokal, welches damals mit besonders schönen Teppichen im Leoparden-Look bestückt war, sehr wohlgefühlt. Schätzungsweise habe ich hier sieben Silvester-Partys gefeiert», sagt der Lausanner zum «Blick».
Am Tag vor Silvester war Rochat sogar nochmal vor Ort. «Ich war mit meiner Frau im ‹Le Constellation›. Aber nicht an der Bar im Untergeschoss, sondern auf der Veranda. Wir haben dort einen Tee getrunken.»

Rochat, der beim Teamwettbewerb an der WM im letzten Winter Bronze gewann, sorgte sich an Neujahr besonders wegen einiger Jugendlicher.
«Ich bin Ambassador von der Privatschule Le Régent. Einige Schüler betrachten mich ein bisschen als grossen Bruder, ich habe mit ihnen auch schon Skitage absolviert. Einer dieser Burschen trägt wie mein Sohn den sehr seltenen Namen Lupo.»
Rochat weiter: «Weil ich davon ausgegangen bin, dass Lupo mit ein paar Mitschülern zur Silvester-Party ins ‹Le Constellation› gegangen ist, habe ich mir besonders grosse Sorgen gemacht.»
Der Junge und seine Kollegen waren tatsächlich im Lokal, entkamen aber dem Feuer.
Aerni bangte um Kollegen
Einen Bezug zu Crans-Montana hat auch Luca Aerni, der unweit vom bekannten Ferienort wohnt. «Ich bin schon unzählige Male am ‹Le Constellation› vorbeigelaufen, aber eingekehrt bin ich hier noch nie», sagt der Berner zum «Blick».
Auch Aerni bangte nach den schrecklichen Nachrichten um Bekannte: «Ich habe den Silvester in Anzère VS verbracht. Als ich am Morgen die Nachricht von der Tragödie in meinem Nachbardorf erhalten habe, habe ich sofort an meine Kollegen vom Golfclub in Crans-Montana gedacht.»
Aerni sagt weiter: «Ich hegte die Befürchtung, dass der eine oder andere bei dieser furchtbar endenden Party dabei war. Zum Glück hat sich das nicht bewahrheitet.»

Wie Rast will auch Marc Rochat nun mit einem Trauerflor fahren. Am Mittwoch findet in Madonna di Campiglio (I) ein Slalom statt.
Rochat: «Ich werde bei der nächsten Teamsitzung dafür plädieren, den Antrag zu stellen, dass wir in Madonna zum Andenken an die Opfer von Crans-Montana mit Trauerflor starten werden.»
















