Olympia 2026

    Olympia 2022 Deutscher Trainer nach Skisprung-Eklat sauer

    Der Skisprung-Mixed-Wettbewerb feiert an Olympia 2022 in Peking Premiere. Doch die Materialkontrolle sorgt beim Wettkampf für viel Ärger.

    Olympia 2022
    Katharina Althaus wird wegen ihres Anzugs bei Olympia 2022 disqualifiziert. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Slowenien gewinnt den Skisprung-Mixed-Event vor Russland und Kanada.
    • Gleich fünf Springerinnen werden wegen ihrer Anzüge disqualifiziert.
    • Besonders beim deutschen Team ist man stinksauer.

    Bei neuen Wettbewerben möchte man sich besonders gut präsentieren. Und gerade die Mixed-Wettbewerbe liegen dem IOC besonders am Herzen. Bei den Skispringern ging der Schuss am Montagabend aber tüchtig nach hinten los.

    Gleich fünf Springerinnen wurden wegen nicht regelkonformer Anzügen disqualifiziert. Von den Favoriten kam nur Slowenien ungeschoren davon. Dahinter holten die Skisprung-Entwicklungsländer Russland und Kanada sensationell Silber und Bronze.

    Männer-Kontrolleur bei den Frauen im Einsatz

    Der Grund war relativ schnell gefunden. Ausgerechnet bei Olympia 2022 nahm auch bei den Frauen der Kontrolleur der Männer die Anzüge unter die Lupe. Und das deutlich genauer, als es zuvor im Weltcup der Fall war. Für den neuen Wettkampf, bei dem die Schweiz mangels konkurrenzfähiger Frauen nicht dabei war, war das ein Desaster.

    Olympia 2022
    Andreas Bauer ist stinksauer nach den Entscheiden an Olympia 2022. - dpa-infocom GmbH

    Der deutsche Bundestrainer Andreas Bauer sprach von einem Skandal. «Die Athletinnen sind vor einem Millionenpublikum regelrecht vorgeführt worden.» So schimpft Bauer, der auch Mitglied der Materialkommission und des Sprungkomitees der FIS ist. «So darf sich eine Sportart auf der weltgrössten Bühne des Sports nicht präsentieren.»

    Gleiche Anzüge waren vor zwei Tagen noch regelkonform

    Zwei Tage davor hatten die gleichen Anzüge im Einzelspringen der Frauen die Prüfung noch bestanden. Die disqualifizierte Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz nahm es zumindest nach aussen gelassen. «Da hat es vielleicht gepasst, da habe ich mehr getrunken», meinte sie.

    Doch ihr Chef Mario Stecher, der ÖSV-Direktor für Skispringen und Nordische Kombination, wetterte ebenfalls. Und sprach von einem «immensen Imageschaden» für das Skispringen. «Man hätte im Frauenbereich bereits während der Saison viel besser kontrollieren müssen.»

    Verstehen Sie den Ärger der Skispringerinnen?

    Man komme sich vor wie beim Tiroler Zeltverleih, so gross seien die Anzüge. Man hätte das ganze Jahr Zeit, Messungen durchzuführen und ein Reglement zu machen. «Sie greifen aber erst bei Olympia rigoros durch. Da muss man sich schon fragen, ob das der richtige Weg ist», so Stecher.

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    Katharina Althaus ist nach der Disqualifikation im Team-Bewerb an Olympia 2022 untröstlich. - instagram/katharina_althaus

    Leidtragende waren wie schon oft die Athletinnen. «160 Weltcup-Starts, fünf Weltmeisterschaften, drei Olympische Spiele. Und jetzt bin ich zum ersten Mal disqualifiziert worden. Mein Herz ist gebrochen», schrieb die deutsche Katharina Althaus in der Nacht auf Dienstag auf Instagram.

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