Niels Hintermann nach Krebs-Comeback mit Olympia-Chance
Im Vorjahr musste Niels Hintermann eine Krebs-Erkrankung überstehen. Jetzt ist der Bülacher zurück im Weltcup – und darf von Olympia träumen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Niels Hintermann hat noch Chancen, bei Olympia in Cortina dabei zu sein.
- Der Bülacher ist nach seiner Krebs-Erkrankung im Vorjahr zurück im Weltcup.
- In Kitzbühel glänzt er mit Rang sechs.
Niels Hintermann hat eine enorm bewegte Zeit hinter sich. Im Herbst 2024 machte der Bülacher eine Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung öffentlich. Die Erkrankung war zufällig nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Südamerika entdeckt worden.
Statt Skifahren stand für den 30-Jährigen plötzlich die Gesundheit im Fokus. Mit Bestrahlung und Chemotherapie überwand der Speed-Spezialist die Erkrankung. Im Februar 2025 dann die freudige Nachricht: «Over and Out» – krebsfrei, teilte Hintermann mit.

Ein knappes Jahr später steht der dreimalige Weltcupsieger wieder voll im Ski-Alltag. In Beaver Creek fuhr er beim Comeback auf Rang 20. Das erste Highlight folgte im Dezember in Gröden mit Rang sieben.
Olympia-Ticket für Niels Hintermann?
Pünktlich vor Olympia legte der Bülacher nun – ausgerechnet in Kitzbühel – nochmals nach: Platz sechs in der Abfahrt auf der Streif, das beste Resultat seit dem Sieg in Kvitfjell vor fast zwei Jahren. Winkt nun tatsächlich noch ein Ticket für die Winterspiele in zwei Wochen?

Fit scheint der 30-Jährige in jedem Fall zu sein – wenngleich er die Belastung bewusst einschätzt. «Ich habe die Woche noch mit Beat geredet und gesagt: Wengen und Kitzbühel, das braucht den Körper schon extrem», so Hintermann in Kitzbühel im SRF-Interview.
«Wenn man überlegt, wo ich vor einem Jahr war ...»
Vor allem das Nervensystem sei «mit dem ganzen Tumult rundherum, dem Lärm am Abend» am Anschlag. «Ich habe gestern im Zimmer mit geschlossenem Fenster 75 Dezibel mit dem Handy gemessen», so der Bülacher.

Aber das Resultat auf der Streif lässt Niels Hintermann wieder zum ernsthaften Olympia-Anwärter werden. «Wenn man überlegt, wo ich vor einem Jahr gewesen bin? Dann bin ich sehr stolz auf das, was ich hier zeigen konnte.»












