Friedrich und Lochner in Lake Placid ohne Podest

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USA,

Warmes Wetter ist für die deutschen Bobpiloten traditionsgemäss ein schwieriger Begleiter. Zwar passten beim ersten Viererbob-Weltcup die Start- und mit Abstrichen die Fahrleistungen, doch die Endgeschwindigkeit war bei acht Grad Celsius einfach zu niedrig.

Bob-Pilot Francesco Friedrich konnte sein Team nicht zum Sieg führen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Bob-Pilot Francesco Friedrich konnte sein Team nicht zum Sieg führen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Verwunderte, teils ratlose Gesichter waren bei den deutschen Bobfahrern im Zielauslauf von Lake Placid zu sehen.

Trotz gelungener Fahrten reichte es nicht für einen Podestplatz.

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich musste sich beim ersten Viererbob-Weltcup des Winters mit Rang vier begnügen, obwohl er in beiden Läufen Startbestzeiten hinlegte. Der zeitgleiche und ebenfalls mit seiner Crew am Start starke Johannes Lochner staunte ebenfalls und schüttelte verwundert den Kopf. «Wir haben einen guten Job abgeliefert. Insgesamt war es zu warm, vielleicht hatten wir nicht die richtige Kufenwahl», sagte Lochner. Friedrich meinte: «Wir verlieren in der Bahn unten heraus. Vielleicht spielt das Wetter uns nicht in die Karten.»

Gerade im unteren Bahnabschnitt ging den deutschen Schlitten quasi der Speed aus. Den Sieg holte sich der Kanadier Justin Kripps, in Pyeongchang zeitgleich mit Friedrich Zweierbob-Olympiasieger, vor dem Letten Oskars Kibermanis. Dritter wurde der Österreicher Benjamin Maier, Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach wurde Achter.

Cheftrainer Rene Spies sprach von einem «Déjà-vu-Erlebnis», denn auch beim vergangenen Weltcup im Februar gab es in Lake Placid keinen Podestplatz. «Die Konkurrenz war stark unterwegs. Wir haben noch Reserven im Materialeinsatz. Wir versuchen eine andere Kufe - und dann wird angegriffen», kündigte Spies an.

Bei den Frauen überraschte Kim Kalicki aus Wiesbaden. Bei ihrem erst zweiten Weltcup-Start raste sie mit Anschieberin Erline Nolte auf Rang zwei, nachdem sie in der Vorwoche hinter Teamkollegin Stephanie Schneider Dritte wurde. Den Sieg holte sich erneut die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries, die nach einem Streit mit dem US-Verband und ihrer Heirat nun für die USA statt für Kanada fährt. Dritte wurde die Kanadierin Christine de Bruin vor Schneider, die mit Leonie Fiebig fuhr. «Ich freue mich riesig, besser hätte es nicht laufen können. Jetzt freue ich mich auf zu Hause und auf den Heim-Weltcup in Winterberg», sagte Kalicki.

Schneider meinte selbstkritisch: «Ich hatte zwei solide Fahrten und zwei Mega-Startzeiten, ich hab leider nichts draus machen können.» Weltmeisterin und Olympiasiegerin Mariama Jamanka kam mit Kira Lipperheide auf Rang fünf. Sie haderte erneut mit ihrer Leistung. «Mit den Fehlern kann ich nicht erwarten, dass ich aufs Podest fahre. In Winterberg werden wir wieder angreifen.»

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