Deutsche Skispringer schwach bei Kobayashi-Sieg in Polen

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    WM-Form sieht anders aus: Wollen die deutschen Skispringer bei den Titelkämpfen in Oberstdorf ab dem 23. Februar um die Medaillen mitkämpfen, müssen sie sich deutlich steigern. In Zakopane reicht es beim Sieg eines Japaners nicht zu einem Top-Ten-Platz.

    Siegte in Zakopane: Ryoyu Kobayashi aus Japan in Aktion. Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa
    Siegte in Zakopane: Ryoyu Kobayashi aus Japan in Aktion. Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Markus Eisenbichler liess seinen Ärger frei heraus.

    «Am liebsten würde ich irgendwas kaputtmachen gerade», sagte der emotionale Bayer nach dem verkorksten Weltcup der deutschen Skispringer in Zakopane.

    Die DSV-Adler können zehn Tage vor dem Start der Heim-WM in Oberstdorf nicht mit der absoluten Weltspitze mithalten. Beim Sieg des Japaners Ryoyu Kobayashi waren Eisenbichler und Pius Paschke, die punktgleich nur auf Platz 14 landeten, die besten Springer aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher.

    Trotz seines Ärgers ist der 29 Jahre alte Eisenbichler derzeit noch der konstanteste DSV-Adler und am ehesten in der Lage, mit den Besten zu konkurrieren. Skiflug-Weltmeister Karl Geiger erging es am Samstag in Polen noch deutlich schlechter. Er erreichte nur Rang 23.

    Bei ihm läuft es derzeit überhaupt nicht nach Plan. Der Allgäuer sprang zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag 127,5 und 132 Meter weit und war damit nur der drittbeste Deutsche. Am vergangenen Wochenende in Klingenthal hatte er sogar zweimal die Punkteränge für die besten 30 Springer verpasst. Mit Blick darauf zog er aus seiner Leistung nun sogar etwas Positives. «Es geht jetzt einfach gerade schwer, aber wenn die Richtung weiterhin so passt, ist es okay», sagte er.

    «Im Moment geht es einfach nicht so leicht von der Hand», kommentierte Horngacher bereits nach dem ersten Durchgang in der ARD. «Manchmal ist es so im Skispringen, es kann auch schnell wieder besser werden.» Severin Freund kam gerade so in den zweiten Durchgang und belegte am Ende Rang 30. Für Martin Hamann und Constantin Schmid war schon nach einem Versuch Feierabend.

    Rang zwei sicherte sich Lokalmatador Andrzej Stekala vor dem Norweger Marius Lindvik. Dessen Landsmann und souveräne Gesamtführende Halvor Egner Granerud zeigte nach vier Einzelsiegen nacheinander, dass ihm auch nicht alles gelingt: Er wurde nach Platz eins zur Halbzeit und einem nicht ganz so guten zweiten Sprung Siebter.

    Weil der polnische Ort für China einspringt, macht der Skisprung-Zirkus bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in Zakopane Station. Coronabedingt mussten auch in der polnischen Wintersport-Hochburg die Ränge leer bleiben. Zahlreiche Fans liessen sich davon jedoch nicht von ihrer Leidenschaft abhalten und schauten sich den Wettkampf bei klirrender Kälte und Schneefall von ausserhalb des Stadions an. Am Sonntag steht ein weiteres Einzel auf dem Programm (16.10 Uhr/ARD und Eurosport).

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Alone Together SRF
    672 Interaktionen
    Berndeutsch-Kritik
    kinder
    101 Interaktionen
    Ärztin sieht Defizite

    MEHR IN SPORT

    Champions League
    Champions League
    HC Davos ZSC Lions
    1 Interaktionen
    3:2-Sieg in Zürich
    ZSC Lions HC Davos
    Serie gerissen!
    SC Bern SCL Tigers
    Biel schlägt Lakers

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Aleksander Kilde
    4 Interaktionen
    Kommentar
    VW
    8 Interaktionen
    Flensburg/Wolfsburg
    verbrenner
    29 Interaktionen
    Nach 2035
    Lufthansa
    Frankfurt/Main