Das bedeutet Zermatt-Schliessung für Odermatt und Co.
In Zermatt bleiben die Pisten für Touristen geschlossen. Marco Odermatt und Co. dürfen weiter trainieren. Dennoch gibt es Änderungen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Zermatt reagierte auf die heissen Temperaturen mit der Schliessung der Lifte.
- Auch Swiss-Ski muss sich umorganisieren.
- Odermatt und Co. haben zwar Priorität, doch auch für die Top-Cracks gibt es Anpassungen.
- Andere Nationen können in Zermatt nicht mehr trainieren. So reist etwa Brignone ab.
Anhaltend hohe Temperaturen, fehlende nächtliche Abkühlung, wiederholte Gewitter sowie veränderte Schnee- und Gletscherverhältnisse. Seit Tagen ist der Theodulgletscher für Touristen gesperrt. Die Zermatt Bergbahnen stellen den Sommerskibetrieb ein.
Seit Ende Juni trainieren auf der Gletscherpiste auch verschiedene Teams von Swiss-Ski.
Darunter die Weltcup-Trainingsgruppen Riesenslalom/Speed und Slalom/Riesenslalom, sagt Swiss-Ski-Direktor Hans Flatscher zu Nau.ch. Diesen gehören unter anderem Top-Cracks wie Marco Odermatt oder Loïc Meillard an.

Statt Schleppliften gibt es Schneemobile für Marco Odermatt und Co.
«Für die Trainings der Weltcup-Gruppen gibt es aktuell keine Einschränkungen.» Einen Nachteil für die nächste Saison sieht Flatscher «im Moment» nicht.

Trotzdem gibt es Veränderungen. Die Schlepplifte bleiben aus Sicherheitsgründen auch für die Ski-Superstars gesperrt. An den Start der Trainingspisten kommen Odermatt und Co. mit Schneemobilen.
Der Nachwuchs muss wegen Zermatt-Schliessung weichen
Die Weltbesten werden priorisitert. Es wird klar, welche Bedeutung der von einem Jahr aufgesetzte Vertrag zwischen Swiss-Ski und den Zermatt Bergbahnen hat. Die Elite-Teams haben dadurch weiter Zugang zu einem der wichtigsten Sommerskigebiete Europas. Vor allem für Speed-Fahrer ist die Piste auf knapp 4000 Metern Höhe am Matterhorn zentral.
Die Zermatt-Sperre trifft den Nachwuchs sowie Regionalverbände oder Skiclubs härter. Nicht alle können aktuell trainieren.
«Wir hoffen demnächst wieder auf eine Öffnung, damit wir auch den gesamten Nachwuchs abdecken können», sagt Flatscher weiter.
Brignone und Ösis müssen weichen
Auch Athleten und Athletinnen aus dem Ausland haben Pech gehabt. So verlieren etwa die österreichischen Teams wichtige Möglichkeiten. Weil viele Gletscherskigebiete in Österreich deutlich tiefer liegen, sind dort Sommer-Trainings kaum noch möglich. Nun müssen sie auch aus Zermatt weichen.

Betroffen ist auch Federica Brignone, die zuletzt mit einem Video vom Plateau Rosa für Aufsehen sorgte. Die Doppel-Olympiasiegerin von Cortina muss ihre Vorbereitungs-Pläne anpassen und reist frühzeitig nach Südamerika.
Saas-Fee ist «sehr voll»
Wer von den Schweizer Teams nicht in Zermatt trainieren kann, versucht nach Saas-Fee ausweichen zu können. «Man muss aber auch sagen, dass die Pisten in Saas-Fee sehr voll sind», erzählte Swiss-Ski-Chef Walter Reusser dem «Walliser Boten».
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Bis zu 600 Athletinnen und Athleten trainierten zuletzt gleichzeitig auf den verfügbaren Pisten. Zusätzliche Teams aus Zermatt aufzunehmen, ist deshalb nur schwer möglich.
Zudem berichtet Ramon Zenhäusern in der «SRF Tagesschau», dass der Gletscher auf 3000 Metern Höhe unter der Hitze leidet. «Das Herz blutet. Man kann wirklich zuschauen, wie der Gletscher dahinschmilzt.» Er hoffe nun, dass es im August nicht noch weitere Hitze-Wellen.
Bald geht es nach Südamerika – dort hat es viel Schnee
In wenigen Wochen geht es für das Swiss-Ski-Technikteam zur weiteren Vorbereitung nach Südamerika. Denselben Plan haben auch andere Nationen.
Immerhin aus Übersee gibt es gute Nachrichten: Die Skigebiete in Südamerika versinken derzeit im Schnee.








