Corinne Suter siegt in Soldeu: «Es gab Tage, an denen ich zweifelte»
Sensationell! Corinne Suter fährt in der Soldeu-Abfahrt zum Sieg. An Olympia 2026 setzte es für die Schweizerinnen noch eine heftige Pleite ab.
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Das Wichtigste in Kürze
- Corinne Suter gewinnt sensationell die Soldeu-Abfahrt.
- Das Podest komplettieren Nina Ortlieb (Ö) und Sofia Goggia (I).
- Suters Triumph ist der erste Schweizer Abfahrts-Podestplatz in dieser Saison.
Sensationell! Corinne Suter gewinnt die Abfahrt von Soldeu vor der Österreicherin Nina Ortlieb und der Italienerin Sofia Goggia.

Das Podest der Soldeu-Abfahrt
1. Corinne Suter
2. Nina Ortlieb (Ö) +0,11
3. Sofia Goggia (I) +0,24
Corinne Suter in vier von fünf Abschnitten die Schnellste
«Es ist mega, mega schön», sagt die grosse Siegerin zu «SRF». Fast noch wichtiger sei aber das Gefühl bei der Ziel-Durchfahrt gewesen. «Ich fühlte mich viel wohler, das war ein riesengrosser Schritt.»
Die 31-Jährige stellt auf vier von fünf Sektoren die Bestzeit auf, einzig in Abschnitt vier büsst die Schwyzerin etwas ein.

Die Super-Fahrt führt sie zu ihrem sechsten Weltcup-Sieg, dem vierten in der Abfahrt. Letztmals stand sie im Dezember 2022 im Lake-Louise-Super-G zuoberst auf dem Treppchen.
Nach der bisherigen Abfahrts-Pleiten-Saison (noch keine Schweizerin auf dem Podest) ist es ein überraschender Schweizer Triumph. Aus dem Nichts kommt der Suter-Sieg aber nicht.
Im zweiten Abfahrts-Training fuhr sie auf Rang zwei, direkt hinter der heutigen Zweitplatzierten Ortlieb.
«Ich war sehr nervös»
«Heute morgen war ich sehr nervös, auch weil ich in den zwei Trainings vorne war. Das gibt es sonst eigentlich nicht so. Ich habe extra vor mir niemandem zugeschaut. Das ist im Moment bei mir das Rezept, dass ich mich auf mich selbst konzentriere.»

Die bisherige Abfahrts-Saison der Schweizerinnen verlief ohne Podestplatz. «Mit den drei Ausfällen kam in dieser Saison einiges zusammen. Wenn man anderen Nationen die ersten drei streicht, dann sieht es etwa gleich aus», rechtfertigt Suter aber.
«Malo fährt extrem stark, ich bin unheimlich froh, sie im Team zu haben. Sie bringt viel Schwung mit, muss aber sicher noch Erfahrungen sammeln. Wir pushen uns – und es kommt eine coole Zeit auf uns zu.»

An Olympia in Cortina schaffte es Corinne Suter nur auf Platz 14. Jetzt der grosse Befreiungs-Schlag in Andorra.
«Es gab Tage, an denen ich mehr gezweifelt habe. In diesem Momenten ist es wichtig, ein gutes Umfeld zu haben. Wenn ich nicht mehr an mich geglaubt habe, haben sie daran geglaubt. Dass es schon heute so weit ist, ist mega schön.»
Einen kleinen Anteil am Sieg hat übrigens auch der Olympia-Bronzegewinner im Skicross. Niemand fuhr den ersten Abschnitt schneller als Suter, niemand drückte die Wellen besser. «Ich versuchte, es Alex Fiva nachzumachen.»
Die weiteren Schweizerinnen
17. Malorie Blanc +1,95
23. Jasmin Mathis +2,29 (holt damit im ersten Rennen die ersten Weltcup-Punkte)
25. Priska Ming-Nufer +2,34
29. Joana Haehlen +2,86
30. Delia Durrer +2,87
DNF Janine Schmitt (gestürzt)













