Schweren Herzens hat sich das Organisationskomitee entschieden, das diesjährige Swiss Volley Final Four abzusagen.
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Doch Swiss Volley ist bereit: die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften finden alternativ in einem dezentralen Format statt.

Die Hoffnung war gross, dass das Finalturnier der Nachwuchs-Schweizermeisterschaften im Volleyball am 5. und 6. Juni 2021 in Neuenburg stattfinden kann. So gross, dass das ehrenamtliche Organisationskomitee den Event erst um einen Monat nach hinten schob und dann den definitiven Entscheid über eine Durchführung mehrfach vertagte. Die Verantwortlichen haben mehrere Szenarien vorbereitet und detaillierte Schutzkonzepte erstellt, damit die 32 Teams in den acht Nachwuchskategorien in Neuenburg zusammenkommen können. Leider scheiterte auch die im letzten Schutzkonzept vorgesehene «Bubble-Lösung» mit strikt abgeschotteten Blasen je Geschlecht und Kategorie schlussendlich an der Durchführbarkeit in der Praxis.

«Aus Sicht des OK wäre eine strikte Einhaltung der Bubbles kaum durchsetzbar gewesen. Sie hätte für die teilnehmenden Teams sehr grosse Einschränkungen zur Folge gehabt, was den Mehrwert eines zentralen Final Four entsprechend aufgehoben hätte. Kommt dazu, dass von kantonsärztlicher Seite verständlicherweise auch diese Form der Durchführung nicht garantiert werden kann», erklärt OK-Präsident Philippe Enkerli.

Swiss Volley hat schon vor der Absage des Swiss Volley Final Fours ein Alternativszenario auf die Beine gestellt, damit die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften auch dieses Jahr stattfinden können. Statt an einem zentralen Turnier tragen die Teams nun pro Geschlecht und Kategorie je ein kleineres, dezentrales Finalturnier aus. Diese eintägigen Turniere finden am geplanten Wochenende, entweder am 5. oder 6. Juni statt.

Anne-Sylvie Monnet, Leiterin Leistungssport Volleyball und Ausbildung bei Swiss Volley betont: «Ich kann den Entscheid des Swiss Volley Final Four-OK nachvollziehen. Unsere Priorität ist, dass die Jugendlichen in einem organisierten Rahmen Volleyball spielen und wir Schweizermeisterschaften anbieten können. Kleinere, dezentrale Turniere versprechen weniger einschränkende Bedingungen für die Teams und erlauben flexiblere Lösungen, sollten die Pandemiebedingten Vorgaben dies verlangen. Wir werden alles dafür tun, den Nachwuchsteams trotz bestehender Einschränkungen würdige Schweizermeisterschaften zu ermöglichen».