Zukunft des Hopman Cup ist trotz Zuschauerrekord ungewiss

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Roger Federer ist ein Zuschauermagnet – so auch in Perth am Hopman Cup. Aufgrund neuer Konkurrenz droht dem Hopman Cup aber das Aus.

    Federer und Bencic gewinnen des Hopman Cup.
    Dieses Jahr sahen 110'000 Zuschauer im Stadion den Sieg von Belina Bencic und Roger Federer. Das ist ein neuer Rekord. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dem Hopman Cup könnte unter Umständen in den nächsten Jahren das Aus drohen.
    • Ab 2020 droht dem Hopman Cup mit dem neuen ATP Cup Konkurrenz.

    Der Hopman Cup in Perth erlebt eine neue Blüte – dank Roger Federer. Erneut wird der Zuschauerrekord in die Höhe geschraubt. Dennoch könnte die 31. Ausgabe die letzte gewesen sein. Die Fans strömten in Massen in die wunderbare Arena mit dem schliessbaren Dach. Über 106'000 waren es im vergangenen Jahr, nun wurde der Rekord mit über 110'000 erneut deutlich gebrochen.

    Eine rosige Zukunft für den Traditionsevent, der nach dem langjährigen australischen Davis-Cup-Spieler und Captain Harry Hopman benannt ist, also? Keineswegs. Zwar läuft der Vertrag mit dem Internationalen Tennisverband (ITF) als Veranstalter und Tennis Australia noch bis 2022, wie ITF-Präsident David Haggerty gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Perth betonte. Die Frage ist aber, ob die Verantwortlichen in Perth, vor allem der Bundesstaat Western Australia als einer der wichtigsten Geldgeber, den Anlass noch wollen, wenn allenfalls die besten Männer nicht dabei wären.

    Neuer Teamwettbewerb

    Denn zum gleichen Zeitpunkt wird ab Januar 2020 in drei australischen Städten der neue ATP Cup, ein Teamwettbewerb für Männer mit 20 Millionen Dollar Preisgeld und maximal 750 ATP-Punkten ausgespielt. Zum Vergleich: am Hopman Cup gibt es keine Punkte und «nur» 470'000 Dollar. Beim ATP Cup sind grundsätzlich die jeweils zwei besten Spieler von 24 Nationen spielberechtigt. Die Frage lautet also: Bleiben da genügend attraktive Spieler für den Hopman Cup übrig? Und gibt es allenfalls Stars wie Roger Federer, die dem Mixed-Wettbewerb den Vorzug geben?

    Sollte Federer ein klares Bekenntnis zum Hopman Cup abgeben, würde er ihn vielleicht noch ein oder zwei Jahre am Leben erhalten. Sein Verschwinden wäre ein weiterer Verlust . Verlierer wären nicht zuletzt die Frauen, die eine Bühne verlieren würden. Und es würde eine historische Begegnung wie das international hoch gehypte Mixed mit Roger Federer und Serena Williams nicht mehr geben.

    Spitzentennis dürfte Perth erhalten bleiben - wenn nicht mit dem Hopman Cup, dann mit einer Gruppe des ATP Cups. Federer würde nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre gerne nach Perth zurückkehren. Er gewann danach jeweils das Australian Open. Nicht zuletzt deshalb sagte er: «Ich hoffe, dass der Hopman Cup überlebt.»

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