Roger Federer: Was sein Gegner schaffte, gab es seit 2007 nicht mehr

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    USA,

    Roger Federer trifft zum Auftakt in Cincinnati auf Juan Ignacio Londero. Dieser stieg 2019 kometenhaft auf und schaffte etwas, das es 2007 nicht mehr gab.

    Roger Federer Londero
    Links: Roger Federer im Einsatz. Rechts: Juan Ignacio Londero bejubelt einen Punkt. - Keystone / Instagram @londerojuan

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gegen Auftaktgegner und Sandhasen Juan Ignacio Londero ist Roger Federer klarer Favorit.
    • Der Argentinier dümpelte jahrelang auf der Tour herum. 2019 schaffte er den Durchbruch.
    • In Cordoba (ARG) holte er seinen ersten Titel, ohne zuvor ein ATP-Match gewonnen zu haben.

    In der Nacht auf morgen Mittwoch trifft Roger Federer (ATP 3) in Cincinnati auf Juan Ignacio Londero (ATP 55). Der Schweizer startet als klarer Favorit in sein Auftaktspiel. Doch vor dem Argentinier darf man sich derzeit ruhig in Acht nehmen. Denn sein Aufstieg war, etwas unter dem Radar, durchaus bemerkenswert.

    Zu Beginn der Saison 2018 war Londero noch die Weltnummer 362. Er wurde zwar bereits 2010 Profi, schaffte aber nie den Durchbruch an die Spitze. Von 2012 bis 2018 dümpelte er zwischen den Weltranglistenpositionen 190 und 500 herum. Er spielte vor allem auf der Challenger- und Future-Tour.

    Londero Roger Federer
    Der Argentinier Juan Ignacio Londero (ATP 55) ist in Cincinnati der erste Gegner von Roger Federer - sda - KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/BJORN LARSSON ROSVALL

    Juan Ignacio Londero stand 2019 schon in zwei Finals

    Doch seit Anfang 2019 zeigt seine Klassierungskurve stetig nach oben. Nachdem er Anfang Februar das ATP-Turnier von Cordoba (Argentinien) gewann, knackte er erstmals die Top 100. Und mit seiner Finalteilnahme in Bastad (Schweden) machte er nochmals einen Sprung nach vorne, in die Top 60.

    Übrigens: vor dem Turniersieg in Cordoba hatte Londero nur drei Matches auf ATP-Level zu Buche stehen. Alle drei davon verlor er. Dass ein Spieler ohne Matchgewinn auf der Tour einen Titel holt, gab es zuvor überhaupt erst zweimal. Das letzte Mal 2007, als der Belgier Steve Darcis in Amersfoort (Niederlande) das Turnier als Weltnummer 297 gewann.

    Juan Ignacio Londero im Final von Cordoba gegen Guido Pella.

    Erste Grand-Slam-Teilnahme an den French Open 2019

    Grand-Slam-Erfahrung hat Juan Ignacio Londero quasi keine. Die French Open 2019 waren seine erste Teilnahme an einem Hauptfeld eines Grand-Slam-Turnier überhaupt. Dass er dabei mit Nikoloz Basilashvili (ATP 16) und Richard Gasquet (ATP 39) zwei Topspieler schlug, zeigt sein Potenzial. Stoppen konnte ihn erst Rafael Nadal im Achtelfinal.

    Zwar konnte der Sandhase in Wimbledon nicht an die starken Leistungen anknüpfen, doch Juan Ignacio Londero ist in Form.

    Roger Federer
    Roger Federer bejubelt einen Punkt gegen Rafael Nadal in Wimbledon 2019. - Keystone

    Roger Federer gewarnt, aber nicht beunruhigt

    Roger Federer dürfte gewarnt sein, doch der Maestro wird dennoch ruhig schlafen können. Der Argentinier erzielt seine besten Resultate auf Sand, nicht auf Hartbelag, wie in Cincinnati.

    Überhaupt spielte er auf ATP-Level erst zwei Matches auf Hartplatz. Nämlich vor zwei Wochen in Los Cabos (Mexiko), wo er zuerst den ebenfalls formstarken Sandhasen Christian Garín (ATP 39) besiegte. Dann aber gegen den eher unbekannten Soonwoo Kwon (ATP 102) ausschied.

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