Credit Suisse

    Gibt Roger Federer der Credit Suisse den Tarif durch?

    Alexandra Aregger
    Alexandra Aregger

    Zürich,

    Überraschend reagiert Roger Federer auf die Kritik der Klima-Aktivisten. Könnte der Deal mit der Credit Suisse nun doch platzen?

    Roger Federer
    Zwölf Klima-Aktivisten landeten wegen ihrer Aktion vor Gericht. - Twitter/@wieselT, Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Klimastreikende sind sauer auf Roger Federer aufgrund des CS-Sponsorings.
    • Dieser reagierte mit einem Lob an die Klima-Aktivisten und versprach einen Dialog.
    • Der Werbefachmann glaubt gar, die CS könnte Federer verlieren.

    Der Maestro dankt den wütenden Klima-Kids. Damit hatte gestern Samstag wohl kaum jemand gerechnet. Die Aktivisten verlangen, dass Roger Federer seinen Millionen-Deal mit der Credit Suisse künde. Dies, da die Bank mit fossiler Energie Geld verdiene.

    Nachdem sogar Greta Thunberg die Twitter-Aktion «RogerWakeUpNow» mehrfach teilte, reagierte Federer mit einem Lob für die Bestrebungen der jungen Klima-Aktivisten. Und er versprach, den Dialog mit seinen Sponsoren zu suchen.

    Roger Federer
    Roger Federer liess der Nachrichtenagentur Reuters ein offizielles Statement zukommen. - Screenshot Twitter

    Viele reagieren zwar erfreut, einige User kommentieren jedoch: «Das ist nicht genug.» Ein weiterer bezweifelt das Einschreiten Federers. «Warum sollte er, wenn er soviel Geld von der Credit Suisse erhält?»

    Roger Federer
    Viele User bezweifeln, dass Roger Federer der Credit Suisse tatsächlich entgegen hält. - Screenshot Twitter

    Experten schätzen den Deal auf 7 Millionen Franken. Wird Federer der Credit Suisse tatsächlich die Leviten lesen? Werbefachmann Frank Bodin hält es für möglich.

    Roger Federer übt keinen direkten Einfluss, aber...

    Für Bodin, welcher in Vergangenheit selber die CS-Werbungen mit Federer realisierte, kommt die Reaktion des Tennis-Stars nicht überraschend. «Eine Greta Thunberg mit zig Millionen Followern kann auch Roger Federer nicht ignorieren.»

    Roger Federer CS
    Werbefachmann Frank Bodin: «Weltstars wie Roger Federer werden ihre Aktivitäten künftig verstärkt auf gesellschaftliche Implikationen überprüfen müssen.» - zVg

    Zwar gehe er nicht auf die Credit Suisse an sich ein. Doch zeige seine Reaktion einen gesellschaftlichen Wandel, «dem sich Unternehmen und ihre Aushängeschilder nicht mehr entziehen können».

    Bodin ist überzeugt: «Das generelle Image der CS wird sicher ein Thema zwischen dem Management von Roger Federer und der Credit Suisse sein.» Jedoch nicht einzelne Investments, «einen direkten Einfluss auf die Aktivitäten eines Unternehmens kann und will kein Markenbotschafter ausüben».

    Roger Federer
    Greta Thunberg (l) prangerte Roger Federer auf Twitter für seine Zusammenarbeit mit der Credit Suisse an. - Keystone/AP

    Doch sei zu hoffen, dass die Credit Suisse es aus den Negativ-Schlagzeilen heraus schaffe. «Sonst wird sie nicht nur weiter an der Börse an Wert einbüssen, sondern könnte tatsächlich Roger Federer verlieren.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    Roger Federer
    184 Interaktionen
    Nach CS-Kritik
    Roger Federer Credit Suisse
    62 Interaktionen
    Wegen Credit Suisse
    Thurgau Travel
    8 Interaktionen
    Keine 0815-Reise

    MEHR CREDIT SUISSE

    12 Interaktionen
    Credit Suisse
    1 Interaktionen
    In London
    credit suisse kapitalerhöhung
    Niederlage
    Credit Suisse
    19 Interaktionen
    UBS-Deal

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    3 Interaktionen
    Zürich/Dübendorf ZH
    Zürich HB ausfall
    8 Interaktionen
    Bahn-Störung
    ZFF 2026: Riesen-Promiauflauf im Kongresshaus
    6 Interaktionen
    Die Bilder!
    FC Zürich Xamax
    Testspiel-Erfolg