Andrea Petkovic kritisiert im Vorfeld der European Open in Hamburg die ungleiche Bezahlung im Tennis: «Da liegt noch ganz viel Arbeit vor uns.»
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Andrea Petkovic liegt im WTA-Ranking momentan auf Platz 56. - Frank Molter/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Tennis-Preisgelder sind für Männer und Frauen nach wie vor ungleich verteilt.
  • Andrea Petkovic äussert sich vor den European Open in Hamburg zu Equal Pay.

Im Vorfeld der European Open kritisiert Tennisspielerin Andrea Petkovic die ungleiche Bezahlung in ihrer Sportart. Die Deutsche tritt in Hamburg am WTA-250 Turnier an: Zum ersten Mal seit 44 Jahren wird am Hamburger Rothenbaum zeitgleich Männer- und Frauen-Tennis gespielt.

Während die Frauen-Siegerin umgerechnet 26'326 Franken erhält, verdient der Sieger bei den Herren ungleich mehr, nämlich 328'050 Franken. Auch wenn die Männer in Hamburg eine Kategorie höher spielen, ist diese Diskrepanz hoch – zum Vergleich: Der Sieger des 250er-Männer-Turniers diese Woche in Bastad erhält über 80'000 Franken, das dreifache der Frauen.

Für die 34-Jährige ist das inakzeptabel, auch wenn in den letzten Jahren Fortschritte gemacht wurden. «Wir sind einen langen Weg gekommen», lässt sich Petkovic von der «Bild» zitieren. Trotzdem sei noch viel mehr für das Ziel Equal Pay zu tun, findet die Weltnummer 56: «Da liegt noch ganz viel Arbeit vor uns.»

Die European Open beginnen am Samstag. Petkovic kann nach ihrem frühen Wimbledon-Ausscheiden ausgeruht ins Turnier starten.

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