«Ausgeschlunggt»: SRF-Ruefer darf keine Schwingfeste mehr moderieren
Sascha Ruefer taucht bei Schwingfesten als Moderator nicht mehr auf. Fabienne Gyr führt bei SRF neu durch die Sendungen des Schwingsports.

Das Wichtigste in Kürze
- SRF ersetzt Sascha Ruefer als Schwingfest-Moderator durch Fabienne Gyr.
- Grund seien laut SRF personelle Planung und Gyrs Nähe zum Schwingsport.
- Ruefer selbst reagiert gelassen und unterstützt seine Nachfolgerin.
Samuel Giger schwingt sich mit seinem Sieg gegen Marcel Bieri in die Geschichtsbücher. Er ist erst der zweite Schwinger nach Karl Meli mit zwei Kilchberg-Titeln.
Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern fällt dabei aber noch etwas anderes auf: Sascha Ruefer fehlt am Mikrofon.

Seit dem Eidgenössischen Schwingfest 2013 in Burgdorf gehört Ruefer zum festen Inventar der Schwingfeste. Neben seiner Rolle als Fussball-Kommentator etablierte er sich so auch als Stimme des Schwingsports.
Für Kilchberg steht nun aber Fabienne Gyr aus der Zentralschweiz am Mikrofon. Sie moderiert sonst das «Sportpanorama» und den «Samschtig-Jass».
Personalentscheid mit offizieller Begründung
Hinter dem Wechsel soll keine spontane Absenz stecken, sondern ein bewusster Entscheid der SRF-Führung, gegen Ruefers eigenen Wunsch. Mediensprecher Roger Muntwyler spricht gegenüber dem «Blick» von «Überlegungen zur personellen Planung und zum Einsatz der verfügbaren Ressourcen».
Ruefer sei wegen seiner starken Auslastung im Fussball-Bereich nur unregelmässig bei Schwinganlässen im Einsatz gewesen. Währenddessen begleite Gyr durch ihr eigenes Format «Schwingklub – der Talk» die Szene über die ganze Saison hinweg eng.
Insider vermutet anderen Grund
Eine Quelle aus dem Sender äussert gegenüber der Zeitung eine abweichende Theorie: Man habe an dieser Position gezielt eine Frau positionieren wollen.

Die eidgenössischen Feste finden bis 2031 durchgehend in der letzten Augustwoche statt, einem Zeitfenster ohne Nati-Spiele. Das Argument der Terminkollision wirkt damit fragwürdig.
Ruefer selbst kommentiert die Entscheidung staatsmännisch: «Mein Job ist kein Wunschkonzert. Das SRF hat Gründe für diese Entscheidung. Das habe ich zu akzeptieren.»
Fabienne Gyr erhalte seine volle Unterstützung.












