Rallye-WM: Solberg siegt in Chile – Reifen-Drama für WM-Leader!
Der Titelkampf in der Rallye-WM spitzt sich noch einmal zu: Ein Reifenschaden bei Elfyn Evans lässt dessen WM-Führung in Chile dahinschmelzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Toyota feiert bei der Rallye Chile einen Doppelsieg durch Oliver Solberg und Sébastien Ogier.
- WM-Leader Elfyn Evans fällt kurz vor Schluss noch vom Podest und landet auf Rang fünf.
- Dadurch schrumpft sein WM-Vorsprung zwei Rennen vor Schluss auf 17 Zähler.
Bis zur vorletzten Etappe der Rallye Chile lag WM-Leader Elfyn Evans auf Kurs zu einem Riesen-Schritt zum Titel. Sein erster Verfolger, Teamkollege Sami Pajari, lag nach einem Abflug am Vortag nur auf Gesamt-Rang fünf. Und der Rallye-Führende Oliver Solberg schien im WM-Kampf bereits ausser Schlagdistanz.
Doch dann schlug der Reifen-Teufel zu: Ein Plattfuss zwang Evans auf der vorletzten Wertungsprüfung zum Anhalten und warf den Briten aus dem Podestkampf. Am Ende musste sich der WM-Leader mit Rang fünf begnügen – hinter Pajari …

Der Vorsprung des Briten auf seinen Toyota-Stallkollegen aus Finnland schmilzt damit vor den letzten zwei Rallyes auf 17 Zähler. Und auch Solberg ist durch seinen Chile-Gesamtsieg – der erste seit dem Saisonstart in Monte Carlo – wieder nähergerückt. Der Schwede liegt nur vier Zähler hinter Pajari.
Toyota sichert sich die Konstrukteurs-WM
Grund zum Feiern hat man im Toyota-Lager trotzdem: Mit dem Doppelsieg von Solberg vor Sébastien Ogier krönen sich die Japaner zum zehnten Mal zum Konstrukteurs-Weltmeister. Und auch der Fahrer-Weltmeister wird aus dem Toyota-Lager kommen: Die Top-4 der Fahrer-WM sind allesamt Toyota-Piloten.

Schon in zwei Wochen geht die WRC in Italien mit der Sardinien-Rallye weiter. Offen ist aber noch, was mit dem Saison-Final in Saudi-Arabien Mitte November passiert. Eine planmässige Austragung ist angesichts der Nahost-Krise unwahrscheinlich, als mögliche Ausweich-Station wird die Catalunya-Rallye gehandelt.












