MotoGP: Marc Márquez klarer WM-Favorit – kann Aprilia noch kontern?
Marc Márquez liegt in der MotoGP nur noch 19 Punkte hinter der WM-Führung. Der Spanier greift nach dem zehnten Titel – wirklich herausfordern kann ihn niemand.

Das Wichtigste in Kürze
- Marc Márquez drückt der MotoGP auch 2026 wieder seinen Stempel auf.
- Der Spanier hat die einst riesige Lücke zur WM-Spitze bereits fast geschlossen.
- Kann Aprilia ihm etwas entgegenhalten – oder eilt der Weltmeister zum nächsten Titel?
Spätestens nach dem Aragon-Wochenende ist Marc Márquez die Favoritenrolle in der MotoGP nicht mehr abzusprechen: Der Spanier hat die einst mehr als 100 Punkte grosse Lücke zur WM-Spitze beinahe geschlossen. Nur 19 Punkte fehlen dem seit Sonntag wieder WM-Zweiten noch auf Leader Jorge Martin.
Dass der Weltmeister von 2024 dem Weltmeister von 2025 etwas entgegenzusetzen hat, wirkt praktisch ausgeschlossen. Martins WM-Führung ist – für den Spanier beinahe untypisch – das Resultat seiner Konstanz. Als einziger unter den Top-3 der WM hat Martin noch kein Rennwochenende aussetzen müssen.
Anders Márquez, der verletzungsbedingt die Rennen in Frankreich und Katalonien verpasste. Nach dem Italien-GP schien der Titelverteidiger aus dem WM-Kampf so gut wie ausgeschieden. Sechs Rennwochenenden später würden nur besonders Wagemutige noch gegen ihn wetten.

Dass Marc Márquez in Aragon besonders stark sein würde, war zu erwarten gewesen. Der Kurs in Alcañiz ist eine «seiner» Strecken – wie der Sachsenring oder einst Austin. Am Ende waren es im Sprint und im Grand Prix die erwartet mühelosen Siege.
Aprilia führt in der MotoGP – und ist trotzdem Aussenseiter
Seine beiden Herausforderer sind die Aprilia-Werkspiloten – WM-Leader Martin und sein Teamkollege Marco Bezzecchi. Martin fehlen in dieser Saison die ganz grossen Leistungsausbrüche nach oben. Die Patzer der Konkurrenz haben ihn nach oben gespült, nicht so sehr das eigene Tempo: Erst einen Grand-Prix-Sieg konnte der Ex-Weltmeister bislang verbuchen.
Anders Bezzecchi, der alleine die ersten drei Saisonrennen gewann und auch seinen Heim-GP in Italien für sich entschied. Doch dann folgte ein beispielloses Formtief – nur 13 Punkte aus den vier Wochenenden in Ungarn, Tschechien, Holland und Deutschland. Der Tiefpunkt war die Rennsperre in Brünn nach einem Angriff auf einen Streckenposten.

Hat Aprilia also im WM-Kampf noch eine Chance? Dass die RS-GP das beste Motorrad der MotoGP ist, steht weiter ausser Frage. Marc Márquez lässt aber keine Zweifel daran aufkommen, dass der Fahrer den Unterschied machen kann. Und wenn ein Fahrer den Unterschied macht, dann ist es Márquez …
















