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    Mercedes: Teamchef Toto Wolff sieht mehr als eine Problemzone

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Saudi-Arabien,

    Der Saisonstart in der Formel 1 ist für Mercedes gründlich nach hinten losgegangen. Teamchef Toto Wolff will teaminterne Schuldzuweisungen aber vermeiden.

    Lewis Hamilton Mercedes
    Lewis Hamilton (Mercedes) im Einsatz beim Saudi-Arabien-GP der Formel 1. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit den Spitzenplätzen hat Mercedes in der Formel 1 derzeit nichts zu tun.
    • In Bahrain und Saudi-Arabien waren die Silberpfeile nur die dritte Kraft.
    • Teamchef Toto Wolff sieht nicht nur einen Aspekt des neuen Autos als Problem.

    Nach acht Konstrukteurs-WM-Titeln in Folge steht Mercedes in der neuen Formel-1-Saison plötzlich unter Druck: Mit dem Kampf um den Sieg haben die Silberpfeile bei den ersten beiden Rennen nichts zu tun.

    Schafft Mercedes in dieser Saison noch den Anschluss an die Spitze?

    In Saudi-Arabien zeigte sich, wie gross der Rückstand auf Red Bull und Ferrari ist. Lewis Hamilton blieb erstmals seit 2017 im ersten Quali-Segment hängen. Im Rennen mühte sich der siebenfache Weltmeister zu einem mageren zehnten Platz.

    Viele Sorgenfalten bei Mercedes

    Tatsächlich scheint es bei den Dominatoren der vergangenen Jahre an allen Ecken zu fehlen. Vor allem der Motor macht Sorgen: Die sechs Mercedes-Kundenautos waren in Saudi-Arabien alle am Ende des Feldes zu finden. Nur George Russell schaffte es überhaupt ins Q3.

    George Russell Mercedes Saudi-Arabien
    George Russell (Mercedes) beim Saudi-Arabien-GP der Formel 1. - keystone

    Aber auch die Aerodynamik passt noch nicht beim W13. Team-Neuzugang Russell hält das Porpoising sogar für das grösste Problem mit dem neuen Renner. «Das in den Griff zu kriegen, würde 99 Prozent unserer Probleme lösen», so der Brite.

    Teamchef Toto Wolff will die aktuellen Sorgen bei Mercedes aber nicht an einem Problem festmachen. «Wir dürfen nicht mit dem Finger nur auf einen Bereich des Autos zeigen», meint der Österreicher zu «Motorsport.com».

    «Müssen uns aus dem Schlamassel ziehen»

    «Wir operieren als Team, und ich glaube, wir haben überall Defizite. Die sind grösser als nur ein Motoren-Defizit», erklärt der Teamchef. «Sind wir aktuell in irgendeinem Bereich eines der Top-Teams? Nein, ich glaube nicht.»

    Toto Wolff Mercedes
    Toto Wolff (Mercedes) im Fahrerlager in Bahrain. - dpa

    Nun komme es darauf an, Durchhaltevermögen zu zeigen. «Wir müssen uns gegenseitig am Kragen packen und uns mit aller Kraft aus diesem Schlamassel ziehen», so der Mercedes-Teamchef.

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