Formel 1 – Mercedes-Boss Wolff tobt: «Wie hirnlos muss man sein?»
Aus dem Red-Bull-Lager heisst es: Kimi Antonelli hat Lando Norris in Katar vorbeigelassen. Mercedes-Boss Toto Wolff antwortet: «Das ist völliger Schwachsinn!»

Das Wichtigste in Kürze
- Lando Norris verliert in Katar an Boden, sichert sich kurz vor Schluss aber Rang 4.
- Aus dem Red-Bull-Lager gibt es die Verschwörung: Kimi Antonelli habe extra Platz gemacht.
- Mercedes-Boss Toto Wolff antwortet vehement: «Wie hirnlos muss man sein?»
- Am Montag entschuldigte sich Red Bull offiziell.
Was für ein Titelkampf in der Formel 1: Drei Fahrer haben vor dem letzten Rennen (7. Dezember in Abu Dhabi) weiterhin die Chance, Weltmeister zu werden. Weil WM-Leader Lando Norris in Katar patzt, ist alles wieder offen.
Red-Bull-Vorwürfe gegenüber Antonelli
Durch den vierten Platz behält Norris noch 12 Punkte Vorsprung auf Katar-Sieger Max Verstappen. Erst in der zweitletzten Runde übernahm der Brite Platz 4, weil Mercedes-Youngster Kimi Antonelli von der Strecke abgekommen war.
Das sorgt für grossen Ärger bei Red Bull. Renningenieur Gianpiero Lambias funkte Verstappen: «Keine Ahnung, was bei Antonelli los war. Es sah aus, als wäre er zur Seite gefahren und hätte Norris vorbeigelassen.»

Sogar noch weiter geht Red-Bull-Berater Helmut Marko: «Er hat Lando mehr oder weniger vorbeigewunken. Das war offensichtlich.» Der Mercedes-Pilot soll also zu Gunsten des McLaren-Fahrers Norris in den WM-Titelkampf eingegriffen haben.
Toto Wolff: «Völliger Schwachsinn»
Das kann Toto Wolff, der Motorsportchef von Mercedes, gar nicht verstehen: «Das ist völliger Schwachsinn! Es haut mich völlig um, so etwas überhaupt zu hören.»
Für Mercedes geht es um Platz 2 in der Konstrukteurswertung – 33 Punkte beträgt der Vorsprung auf Red Bull noch. Deshalb findet Wolff zur Verschwörungstheorie klare Worte: «Wie hirnlos muss man sein, um so etwas überhaupt zu behaupten?»

Das Rennen habe ihn ganz generell genervt, sagt Wolff. Auch der Fehler von Antonelli am Ende. Doch er betont: «Warum sollten wir daran denken, in eine Fahrermeisterschaft einzugreifen? Man muss sich hinterfragen, wenn man überall Geister sieht.»
Nach Marko entschuldigte sich Red Bull am Montag in einem Statement offiziell. Man bedaure, dass Antonelli Online-Hass ausgesetzt wurde.
















