FIA

    FIA ermittelt: Russen-Kartfahrer nach Nazi-Gruss aus Team geflogen

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Portugal,

    Der Faschisten-Gruss von Artyom Severyukhin (15) hat Folgen: Sein Team wirft den Kart-Fahrer mit sofortiger Wirkung raus. Die FIA leitet eine Ermittlung ein.

    00:00 / 00:00

    Artyom Severyukhin feiert auf dem Podest mit einer an den Hitlergruss erinnernden Geste. - Twitter/@nexta_tv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Artyom Severyukhin (15) zeigt bei der Kart-EM auf dem Podest den «römischen Gruss».
    • Der Skandal hat Folgen: Sein Team wirft ihn raus, die FIA leitet eine Ermittlung ein.
    • In einem Instagram-Video entschuldigt sich der Russe für seinen Fehler.

    Beim Portugal-Rennen der Kart-Europameisterschaft sorgt Artyom Severyukhin für einen Skandal: Der Russe zeigt während der Hymne auf dem Podest den «römischen Gruss». Der 15-Jährige startet wegen der Russland-Sperre durch die FIA unter italienischer Flagge.

    Wollte Severyukhin hier tatsächlich einen Faschisten-Gruss zeigen?

    Die Geste gehörte zum faschistischen Personenkult rund um Diktator Benito Mussolini. Seit 1952 ist der Gruss in Italien unter dem sogenannten Scelba-Gesetz verboten. Severyukhin stört sich daran nicht, sondern lacht nach der Geste noch heiter.

    Schwedisches Team wirft Severyukhin raus

    Das Lachen dürfte dem jungen Russen mittlerweile vergangen sein: In einem Statement auf Instagram distanziert sich sein Team, Ward Racing, öffentlich von ihm. «Wir verurteilen sein Verhalten in der strengstmöglichen Form», schreibt das Team.

    Ward Racing Artyom Severyukhin
    Das Ward Racing Team trennt sich mit sofortiger Wirkung von Artyom Severyukhin. - Instagram/@wardracingofficial

    «Wir sehen es als eine Manifestation von unsportlichem Verhalten und eine inakzeptable Verletzung des ethischen und moralischen Sport-Kodex. Deshalb sehen wir keine Möglichkeit, die Zusammenarbeit fortzusetzen, und lösen den Vertrag mit ihm auf.»

    Severyukhin selbst meldet sich kurz nach dem Rauswurf auf Instagram zu Wort. Unter Tränen entschuldigt er sich für seine Geste. «Ich habe den Nationalsozialismus nie unterstützt – ich halte ihn für eines der schlimmsten Verbrechen der Geschichte.»

    00:00 / 00:00

    Artyom Severyukhin äussert sich zum Eklat bei der Kart-EM in Portimao. - Instagram/@artem.severiukhin

    Er wolle sich für die Geste entschuldigen – ihm sei nicht bewusst gewesen, dass sie mit dem Faschismus assoziiert sei. «Ich bin bereit, die Strafen anzunehmen. Aber bitte glaubt mir, dass ich keine solche Absicht hatte.»

    FIA kündigt «umgehende Untersuchung» an

    Aber nicht nur sein Team zieht Konsequenzen – auch die FIA nimmt Severyukhin ins Visier. In einem Twitter-Statement kündigt der Motorsport-Weltverband eine Untersuchung der Vorfälle in Portimao an.

    FIA Stellungnahme Artyom Severyukhin
    Die Stellungnahme der FIA zum Fall Artyom Severyukhin. - Screenshot Twitter

    «Die FIA bestätigt, dass umgehend eine Untersuchung des inakzeptablen Verhaltens von Herrn Artyom Severyukhin stattfindet», heisst es. Über die weiteren Schritte werde man in Kürze informieren.

    Weiterlesen

    Artyom Severyukhin, Kart Hitlergruss
    42 Interaktionen
    Auf dem Podest

    MEHR IN SPORT

    hirscher
    Keine WM 2028
    yakin
    22 Interaktionen
    Heimspiel
    klopp
    44 Interaktionen
    Erster Sieg
    cr7
    14 Interaktionen
    Nach Sieg

    MEHR FIA

    Joaquim van Thuyne
    Crans-Tragödie
    FIA Mohammed Ben Sulayem
    2 Interaktionen
    Top-Funktionäre weg
    FIA Mohammed Ben Sulayem
    3 Interaktionen
    «Vorverurteilung»
    FIA
    5 Interaktionen
    Einmischung

    MEHR AUS PORTUGAL

    Cristiano Ronaldo Portugal 7
    44 Interaktionen
    Drama-Abgang
    cr
    44 Interaktionen
    CR7 haut ab
    CR7
    23 Interaktionen
    Erstmals seit 2008