Aston Martin

    Aston Martin: Kuriose Gewichtssorgen – ist die Lackierung zu schwer?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    USA,

    Die grüne Lackierung des Formel-1-Renners von Aston Martin ist zwar hübsch – am TV aber nur schwer auszumachen. Für 2022 denkt man über eine Änderung nach.

    Aston Martin Mercedes
    Bei schlechtem Licht kaum zu unterscheiden: Der Mercedes von Lewis Hamilton und der Aston Martin von Lance Stroll. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aston Martin plant eine Farbänderung für die kommende Formel-1-Saison.
    • Man möchte das Grün besser von anderen dunkel lackierten Autos abheben.
    • Dabei wird für das britische Team aber auch das Gewicht zum Faktor.

    Zum Beginn der Saison 2021 wurde aus dem ehemaligen Racing-Point-Team Aston Martin. Mit der britischen Traditionsmarke kehrte auch die traditionelle grüne Lackierung, das «British Racing Green», in die Formel 1 zurück.

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    Im Sonnenlicht sieht die Farbe auch ausnehmend elegant aus – nicht ganz so allerdings auf dem Fernsehbildschirm. Und weil viele Fans das Auto nicht aus nächster Nähe, sondern nur am TV betrachten können, steht eine Änderung bevor.

    Aston Martin muss bei der Farbe sparen

    Das deutete Teamchef Otmar Szafnauer schon einmal an, vor dem US-Grand-Prix wird der Aston-Martin-Boss noch einmal konkreter. «Wir haben begonnen, uns das näher anzusehen», wird Szafnauer bei «Motorsport.com» zitiert.

    AlphaTauri Aston Martin Mercedes
    Im Regen von Istanbul waren AlphaTauri, Aston Martin und Mercedes kaum zu unterscheiden. - keystone

    «Wir hatten ein Team-Meeting und haben auch über die Lackierung für das nächste Jahr diskutiert. Da geht es darum, wie viel vom Auto wir nächstes Jahr lackieren, und in welcher Farbe», erklärt der US-Amerikaner.

    Dabei fällt bei Aston Martin noch eine andere Überlegung als die Optik ins Gewicht – im wahrsten Sinn des Wortes. «Das Gewicht ist ein grosser Faktor, wir müssen so viel sparen wie möglich. Diesen Prozess haben wir gerade begonnen», so Szafnauer.

    Gewichtsersparnis erschuf die Silberpfeile

    Das Minimalgewicht für einen Formel-1-Renner beträgt aktuell 752 Kilogramm, im kommenden Jahr steigt die Untergrenze auf 792 Kilogramm. An dieser wollen die Teams so nah wie möglich sein – was aber schwierig wird.

    Sebastian Vettel Aston Martin
    Bei Sebastian Vettel und Aston Martin macht man sich Sorgen über das Gewicht. - dpa

    Der Grund dafür ist die delikate Balance zwischen Kosten– und Gewichtsersparnis. Leichtere Materialien sind teurer, was in Zeiten der neu eingeführten Kosten-obergrenze ein wichtiger Faktor ist. Nicht nur Aston Martin soll Sorgen über das Gewicht haben.

    Rudolf Caracciola Mercedes-Benz
    Rudolf Caracciola am Steuer eines Mercedes beim Klausenrennen in der Schweiz im Jahr 1934. - Keystone

    Kleine Randnotiz: Die Lackierung abtragen, um Gewicht zu sparen, hat in der Formel 1 Tradition. Die Silberpfeile von Mercedes waren bis 1934 weiss lackiert. Um unter das erlaubte Höchstgewicht zu kommen, trug man die Farbe ab – blankes Aluminium blieb.

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