Alejandro Agag: Formel-E-Boss will die Formel 1 umkrempeln

Simon Binz
Simon Binz

Grossbritannien,

Formel-E-Boss Alejandro Agag glaubt, es ist Zeit die Königsklasse umzukrempeln. Er hat deshalb einen Salary Cap in der Formel 1 ins Gespräch gebracht.

Alejandro Agag Formel E
Alejandro Agag ist Chef der Formel-E. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Alejandro Agag sieht die Corona-Krise als Chance für die Formel 1.
  • Der Formel-E-Boss legt der Königsklasse strikte Sparmassnahmen ans Herz.
  • Auch die Einführung eines Salary Cap soll dabei kein Tabu mehr sein.

Formel-E-Boss Alejandro Agag legt der Formel 1 strikte Sparmassnahmen an Herz – auch nach der Coronakrise. Auch die Einführung eines Salary Cap soll dabei kein Tabu sein.

«Generell könnte das für den Motorsport eine Chance sein. Und speziell für die Formel 1 könnte es eine riesige Chance sein, das komplette Modell umzustrukturieren». Das sagte der 49-Jährige bei «Motorsport-total».

Alejandro Agag
Alejandro Agag fordert in der Formel-1 ein Umdenken. - Keystone

Agag weiter: «Vielleicht ist es eine Gelegenheit für all die Teams, die Einnahmen in gleicher Höhe zu teilen. Ich höre auch von Budget-Obergrenzen in Höhe von 125 Millionen Dollar und so etwas in der Art. Warum dann nicht eine Kostenobergrenze von 75 Millionen Dollar, um es für alle wirklich profitabel zu machen?», fragte der Formel-E-Boss.

Alejandro Agag: «Welt wird nach Corona andere sein»

Noch in dieser Woche wollen der Automobil-Weltverband und die F1-Teams beraten, ob die Ausgaben beschränkt werden sollten. Im Gespräch ist eine Obergrenze von 150 Mio. Dollar.

Alejandro Agag sieht in der Corona-Krise grosse Chancen für einschneidende Massnahmen in der Formel 1. Bei grossen Teams liegt der Salary Cap laut FIA-Boss Jean Todt bei über 300 Millionen Euro. Das ist viel zu viel für Agag.

Alejandro Agag
Alejandro Agag bringt in der Formel-1 einen Salary Cup ins Spiel. - Keystone

«Ich finde es nicht normal, dass Teams, die im selben Rennen fahren, komplett unterschiedliche Geldbeträge einstreichen», so der Spanier.

«Wenn man nicht realisiert, dass die Welt nach dem Coronavirus eine andere sein wird, dann begeht man einen grossen Fehler. Die Chance für einen neuen Deal ist da, und man muss sie ergreifen.»

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