Aleix Espargaró unter Kritik von Aprilia-Teamkollege Andrea Iannone

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Italien,

    Aleix Espargaró verfolgt bei der Entwicklung des Aprilia-MotoGP-Motorrads die falsche Methode. Das behauptet zumindest sein Teamkollege Andrea Iannone.

    MotoGP Aprilia Aleix Espargaró
    Aleix Espargaró auf seinem Aprilia. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aleix Espargaró fuhr mit der Aprilia bei allen sechs MotoGP-Rennen 2019 in die Punkte.
    • Seinem Teamkollegen Andrea Iannone gelang das bisher nur zwei Mal.
    • Nun übt der Italiener heftige Kritik an seinem spanischen Teamkollegen.

    Dicke Luft bei Aprilia in der MotoGP! Andrea Iannone schiesst scharf gegen seinen Teamkollegen Aleix Espargaró. Der Spanier verfolge die falsche Methode, wirft ihm sein italienischer Stallkollege vor.

    «Aleix hat sich an das Motorrad gewöhnt und sieht nicht so viele Defizite», so der Ex-Ducati- und Suzuki-Pilot. «Ich möchte nicht seine Arbeitsmethode übernehmen, denn sie ist nicht produktiv.»

    Aleix Espargaró umfahre die Schwächen der Aprilia, statt an ihrer Entwicklung zu arbeiten. Deshalb seien die Ergebnisse des Spaniers besser, aber das Team brächten sie nicht voran, so Iannone. «Ich möchte mich an die Aprilia anpassen, aber auf die richtige Art und Weise. Ich bevorzuge, langsamer zu fahren und zu verstehen, wie sich das Motorrad verhalten muss, damit wir Fortschritte machen.»

    Andrea Iannone Bradley Smith
    Bradley Smith soll sein Platz übernehmen: Andrea Iannone fährt mit der Aprilia. - Keystone

    Der Spanier zeigt sich angesichts der Kritik überraschend einsichtig. «Es ist die richtige Weise, mit der Aprilia zu fahren – aber nicht, um zu gewinnen. Vielleicht fahre ich nicht so, wie man idealerweise Rennen gewinnen kann. Aber ich fahre die Aprilia so, wie sie momentan am Besten gefahren werden muss.»

    Aprilia liegt in der MotoGP-WM deutlich zurück. In der Herstellerwertung liegt man hinter Honda, Ducati, Yamaha, Suzuki und KTM auf dem sechsten und letzten Platz. Davon, wie KTM an den Podestplätzen anzuklopfen, ist man derzeit weit entfernt.

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