Der Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig hat vor der anstehenden WM vor der immer grösser werdenden Belastung gewarnt und die mangelnde Kompromissbereitschaft im Handball scharf kritisiert.
DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther freut sich nach einem Spiel über den Sieg. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild
DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther freut sich nach einem Spiel über den Sieg. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Als Beispiel für den Stress der Spieler nannte Günther das Leipziger Trio Philipp Weber, Maciej Gebala und Marko Mamic.

«Wir schaffen es nicht, Dampf rauszunehmen, weil jeder auf seinem Recht beharrt. Es wird einem gerade vor Augen geführt, was wir mit der WM für einen Quatsch machen. Aber ein grosser gemeinschaftlicher Kompromiss ist nicht möglich. Das bedrückt mich», sagte Karsten Günther und sprach damit Verbände, Vereine, Rechte-Inhaber und Ligen an. Man müsse Lösungen finden, die Terminhatz zu verhindern und Prioritäten setzen. «Jeder für sich sagt, es ist zu viel, aber keiner ist bereit, etwas abzugeben.»

Als Beispiel für den Stress der Spieler nannte Günther das Leipziger Trio Philipp Weber, Maciej Gebala und Marko Mamic. «Wir spielen am Sonntag gegen Flensburg, drei Tage später fahren sie zu ihren Nationalmannschaften. Dann kommt die WM, danach noch 23 Ligaspiele und dann steht Olympia in Tokio an. Und überall wollen und sollen sie ihre beste Leistung bringen», sagte Günther. Die WM findet vom 14. bis 31. Januar erstmals mit 32 Mannschaften in Ägypten statt. Einige deutsche Nationalspieler haben aufgrund des Corona-Risikos auf das Turnier verzichten.

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