Schiedsrichter-Boss Fröhlich kritisiert Schiedsrichter

DPA
DPA

Deutschland,

In der anhaltenden Handspiel-Debatte hat Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich die Bundesliga-Referees erstmals öffentlich kritisiert und akuten Handlungsbedarf eingeräumt.

Fröhlich bei einem Medienkonferenz
Räumt bei der Arbeit der Bundesliga-Referees Handlungsbedarf ein: DFB-Schiedsrichter-Obmann Lutz Michael Fröhlich. Foto: Arne Dedert - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach zuletzt teilweise erschreckenden Fehlern der Unparteiischen bei der Bewertung von Handspielen im Strafraum fordert Fröhlich eine schnelle Besserung.

«Bei den letzten beiden Schiedsrichter-Seminaren haben wir das Handspiel intensiv besprochen – und zwar ohne Graubereiche. Es wurde ganz klar gesagt, was strafbar ist und was nicht. Deshalb sind wir nun irritiert und auch etwas enttäuscht über die unterschiedlichen Entscheidungen in vergleichbaren Situationen», sagte Fröhlich in einem Interview der «Welt».

Nach zuletzt teilweise erschreckenden Fehlern der Unparteiischen bei der Bewertung von Handspielen im Strafraum fordert Fröhlich eine schnelle Besserung. «Klar ist, wir müssen mit den Schiedsrichtern noch einmal reden. Sie müssen das, was wir mit ihnen besprechen, auch auf den Platz bringen. Nicht jeder Schiedsrichter setzt es gerade konsequent um», sagte er. Man müsse zielgerichtet vor allem mit den Referees sprechen, «die das Handspiel falsch auslegen und somit negative Referenzfälle liefern, so dass das ganze System in der Öffentlichkeit immer wieder infrage gestellt wird».

Am vergangenen Wochenende hatten gleich mehrere Entscheidungen für hitzige Debatten unter Trainern, Spielern und Experten gesorgt. Fröhlich redete auch da Klartext. So sei der Elfmeter gegen Bayern München beim 3:1 gegen Hannover 96 unberechtigt gewesen, weil kein «strafbares Handspiel» von Jérome Boateng vorgelegen habe.

Dagegen hätte es im Spiel Hertha BSC gegen VfB Stuttgart nach einem Handspiel des Berliners Karim Rekik zwingend einen Strafstoss für die Gäste geben müssen. Video-Assistent Günter Perl habe die Szene «schlichtweg nicht wahrgenommen», monierte Fröhlich. «Es war fahrlässig von mir», entschuldigte sich Perl in der «Bild»-Zeitung.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Lehrlinge Suche Baubranche
28 Interaktionen
Offene Lehrstellen
Mallorca Ballermann Bordell
Ballermann

MEHR IN SPORT

FCZ Mendy FCL Winterthur
198 Interaktionen
Transfer-Karusell
Real Madrid
350 Millionen!
Di Giusto FC Luzern
1 Interaktionen
Vertrag bis 2028
Wälti
9 Interaktionen
Rassismus-Attacken

MEHR AUS DEUTSCHLAND

LBBW
Cum-Ex-Skandal
Frauke Brosius-Gersdorf
«Unerträglich»
ard weidel
Störaktion
MAD-Präsidentin Martina Rosenberg
5 Interaktionen
Deutschland