Ramos provoziert Gelbe Karte - UEFA leitet Untersuchung ein

DPA
DPA

Spanien,

Real Madrids Kapitän Sergio Ramos droht nach einer absichtlich provozierten Gelben Karte eine längere Champions-League-Sperre.

Sergio Ramos könnte wegen seiner Aussage zu einer Gelben Karte noch Ärger bekommen: «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte sie nicht provoziert.» Foto: Manu Fernandez
Sergio Ramos könnte wegen seiner Aussage zu einer Gelben Karte noch Ärger bekommen: «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte sie nicht provoziert.» Foto: Manu Fernandez - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der europäische Fussball-Verband UEFA teilte eine Tag nach der Partie mit, dass aufgrund der Äusserungen von Ramos eine «Disziplinaruntersuchung eingeleitet» worden sei.

Der 32-jährige Spanier hatte sich beim wichtigen 2:1-Erfolg der Madrilenen bei Ajax Amsterdam im Achtelfinal-Hinspiel offenbar absichtlich die Verwarnung abgeholt, um im Rückspiel zu pausieren und unbelastet ins Viertelfinale gehen zu können. «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte sie nicht provoziert», sagte Ramos nach der Partie.

Der europäische Fussball-Verband UEFA teilte eine Tag nach der Partie mit, dass aufgrund der Äusserungen von Ramos eine «Disziplinaruntersuchung eingeleitet» worden sei. Der Verband könnte eine zusätzliche Sperre verhängen.

Ramos hatte ausgeführt, angesichts des Ergebnisses die «komplizierte Entscheidung» getroffen und sich die Gelbe Karte durch ein Foul gegen Kasper Dolberg absichtlich abgeholt habe. Das bedeute aber nicht, dass er Ajax unterschätze oder glaube, dass das Achtelfinale entschieden sei, sagte er.

Wenig später merkte der Nationalspieler, wie explosiv seine Aussagen gewesen waren. «Ich will klarstellen, dass mir das am meisten weh tut und dass ich die Karte nicht forciert habe», twitterte der Innenverteidiger noch in der Nacht nach seinem 600. Pflichtspiel für Real.

Die Madrider Sportzeitung «AS» sieht dennoch schwarz: In dieser Ausgabe der Champions League habe es einen ähnlichen Fall gegeben, erinnert das Blatt. Der Mexikaner Jesús Corona von FC Porto habe gegen Schalke eine Karte provoziert und sei für zwei Spiele gesperrt worden. Der 26-Jährige habe deshalb beim 1:2 seines Teams im Hinspiel bei AS Rom gefehlt. «Ich weiss nicht, wie die UEFA die Gedanken der Spieler lesen kann», sagte dazu Porto-Trainer Sérgio Conceição.

Kommentare

Weiterlesen

bahnhof
191 Interaktionen
«Konsequenzen»
trump
99 Interaktionen
Zollstreit

MEHR IN SPORT

de
FCB statt Partnerklub
FC Thun Heule Matoshi
69 Interaktionen
Transfer-Karussell
Nachspielzeit Klassiker FCB FCZ
74 Interaktionen
2:1 im Letzi
Stephan Lichtsteiner
74 Interaktionen
2:1 gegen FCZ

MEHR AUS SPANIEN

Real Madrid
«Lohnt sich nicht»
Waldbrand
8 Interaktionen
Valencia/Gátova
Mallorca
3 Interaktionen
Palma
Jorge Martin MotoGP Yamaha
7 Interaktionen
«Nicht überhastet»