Tod

    Mario Balotelli wurde von Inter Mailand Fans beleidigt

    Simon Binz
    Simon Binz

    Italien,

    Einmal mehr sorgen die Fans von Inter Mailand für einen Eklat. Sie beschimpfen in Brescia den ehemaligen Inter-Spieler Mario Balotelli auf übelste Weise.

    Mario Balotelli Fussball
    Mario Balotelli zeigt den Inter-Fans während den Beleidigungen den Stinkefinger. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mario Balotelli wurde in Brescia von den Inter-Fans wüst beschimpft.
    • Sie beleidigten unter anderem seine Mutter und wünschten ihm den Tod.

    Eigentlich hätten die Fans von Inter Mailand während dem Spiel in Brescia Grund zum Feiern gehabt. Ihr Team lag nämlich dank Lautaro Martinez bereits nach 23. Minuten mit 1:0 vorne.

    Stattdessen konzentrierten sich die Krawallmacher einmal mehr darauf, einen Spieler zu beschimpfen. Ihre Zielscheibe? Mario Balotelli, seines Zeichens ehemaliger Inter-Spieler und jetzt bei Brescia unter Vertrag.

    Mario Balotelli Inter Mailand
    Mario Balotelli war sichtlich wütend über die Beleidigungen der Fans von Inter Mailand. - keystone

    Der dunkelhäutige italienische Nationalspieler musste sich laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa so einiges anhören. Demnach hatten Inter-Fans unter anderem die Mutter von Mario Balotelli beleidigt. Zudem skandierten sie: «Wenn du hüpfst, stirbt Balotelli!»

    Viele rechte Fans bei Inter Mailand

    Die Beleidigungen in Richtung Balotelli überraschen jedoch kaum. Viele Inter-Anhänger gehören seit jeher zur rechten Szene. Seit Jahrzehnten besteht eine innige Fan-Freundschaft mit Lazio Rom, deren Fans offen rechtsradikal sind.

    Im ersten Saisonspiel Anfang September huldigte die Inter-Kurve Fabrizio Piscitelli, dem ermordeten rechtsextremen Capo der Lazio-Ultras.

    Lazio Rom Fans
    Die Fans von Lazio Rom huldigten auch schon auf offener Strasse dem früheren Diktator Mussolini. - Twitter/@MilanEye

    Auch in anderen Stadien Italiens gibt es eine rechte Szene. Egal ob in Turin, Verona oder in den südlichen Stadien. Sogar bei den ehemals eher linken Fans der AS Roma gibt es inzwischen rechte Tendenzen.

    Es gibt auch positive Ausnahmen. Von den grossen sechs Clubs gab in den letzten zehn Jahren nur bei Milan und Napoli keine geahndeten rassistische Vorfälle. Dazu gelten auch die Fans der beiden Clubs aus Genua und jene von Fiorentina politisch neutral.

    Inter Mailand ist neuer Leader

    Inter gewann das Spiel in Brescia schliesslich mit 2:1. Romelu Lukaku erhöhte für die Mailänder in der 63. Minute auf 2:0.

    Das Tor für die Gastgeber erzielte Milan Skriniar nach 76 Minuten per Eigentor. Mario Balotelli vergab einige gute Chancen für Brescia.

    Mario Balotelli Romelu Lukaku
    Romelu Lukaku freut sich über einen weiteren Treffer in dieser Saison - sda - KEYSTONE/EPA ANSA/FILIPPO VENEZIA

    Für Inter war es der fünfte Auswärtssieg der diesjährigen Serie-A-Saison. Vorübergehend überholt der Verein so den Rivalen Juventus Turin in der Tabelle und steht nun auf Platz Eins. Die alte Dame spielt aber erst noch heute Abend daheim gegen Genoa.

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