Tod von Jesus de Miguel: Diese Strafen drohen Goalie Owono
Der tragische Tod von Teneriffa-Stürmer Jesus de Miguel (†30) bewegt die Sport-Welt. Welche Strafe seinen Gegenspieler Jesus Owono erwartet, ist noch unklar.

Das Wichtigste in Kürze
- Jesus de Miguel ist an den Folgen eines üblen Fouls gestorben.
- Fans und Sportler weltweit trauern um den 30-jährigen Stürmer.
- Goalie Jesus Owono löscht sein Instagram-Profil – und muss mit einer Strafe rechnen.
Die herzzerreissenden Bilder am Dienstag gehen um die Welt: Fans von CD Teneriffa legen vor dem Stadion Blumen hin. Sie verabschieden sich von ihrem Stürmer Jesus de Miguel. Der 30-Jährige starb an den Folgen eines Zusammenpralls.
De Miguel soll auf dem Weg ins Spital reanimiert worden sein. In der Nacht auf Dienstag verschlechterte sich sein Zustand. Am Morgen dann die traurige Gewissheit: Er ist tot.

Der spanische Verband sagt alle Cup-Spiele ab. In sämtlichen Champions-League-Spielen am Abend findet eine Trauerminute statt. Es sind emotionale Szenen.
Auch für Jesus Owono, den Goalie des FC Andorra, hat das Foul, für das er die Rote Karte sah, Konsequenzen. In den sozialen Medien wird er übel beschimpft und löscht daraufhin sein Profil.
Noch ist unklar, welche Strafe dem 25-Jährigen droht. Es gibt mehrere Szenarien.
Lange Spielsperre
Gemäss dem Reglement des spanischen Fussballverbands RFEF könnte Owono für sein Foul, das schwere Folgen hatte, für vier bis zu zwölf Spiele gesperrt werden. Artikel 102 sieht allerdings keine lebenslange Sperre vor.
Geldstrafe
Ein Blick ins spanische Strafgesetzbuch lässt auch eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung in der minder schweren Form vermuten. Dabei müsste Owono eine Geldstrafe von drei bis 18 Monaten bezahlen. Es bräuchte dafür aber eine Anzeige durch die geschädigte Person und deren gesetzlicher Vertretung.

Kein Strafverfahren
Aktuell ermitteln die Behörden gegen den Andorra-Goalie. Laut dem leitenden Staatsanwalt sei es allerdings schwer vorstellbar, dass es zu einem Strafprozess kommt. Grund dafür: Die Kollision ereignete sich im Kampf um den Ball. Dennoch könnte Owono natürlich vom Verband aus dem Verkehr gezogen werden.
Gefängnis
Sollte Owono wegen fahrlässiger Tötung durch schwere Fahrlässigkeit verurteilt werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe von ein bis vier Jahren. Noch scheint unklar, wie wahrscheinlich dieses Szenario ist.
Klar ist: Der 47-fache Nationalspieler Äquatorialguineas leidet bereits jetzt. Berichten zufolge hat er sich direkt nach dem Vorfall immer wieder erkundigt, wie es dem Opfer geht.
Jesus de Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine einjährige Tochter.
















