Maradona gibt Ratschlag an Lionel Messi

    AFP
    AFP

    Argentinien,

    Argentiniens Fussball-Weltstar Diego Maradona hat seinem legitimen Nachfolger Lionel Messi den Rücktritt aus der Nationalmannschaft nahe gelegt.

    Lionel Messi (links) und Diego Maradona (rechts) an der WM 2010.
    Lionel Messi (links) und Diego Maradona (rechts) an der WM 2010. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Diego Maradona rät Lionel Messi zum Nati-Rücktritt.
    • Die Gaucho-Legende sagt, dass der Barça-Star in seiner Heimat nicht fair behandelt wird.

    Für die «Hand Gottes» ist klar: Der 31-Jährige werde in seiner Heimat unfair bewertet. Das habe sich auch nach dem WM-Aus in Russland gezeigt. «Ich würde ihm empfehlen: Geh nicht mehr hin», so der 57-Jährige: «Er trägt nicht die Schuld daran, dass wir nicht Weltmeister sind.»

    Im argentinischen Fussball sei aber «alles immer Messis Schuld, selbst wenn die U15-Auswahl ein Spiel verliert», sagte Maradona: «Es ist Zeit, ihn in Ruhe zu lassen und zu sehen, ob die Mannschaft damit umgehen kann.» Messi hat nach Argentiniens Achtelfinal-Aus bei der WM in Absprache mit Interimstrainer Lionel Scaloni (40) noch nicht wieder für sein Heimatland gespielt, dies soll bis zum Ende des Jahres so bleiben.

    Auch mit der Personalie Scaloni ist Maradona nicht einverstanden. «Bei allem Respekt», sagte er, «Scaloni ist ein guter Junge, aber er kann mit dem Druck nicht umgehen. Wie können wir die Nationalmannschaft Scaloni geben?» Von 2008 bis 2010 trug Maradona selbst die Verantwortung für die Albiceleste und scheiterte bei der WM 2010 mit 0:4 im Viertelfinale an Deutschland.

    Maradona als Trainer beim mexikanischen Fussball-Zweitligisten Dorados.
    Maradona als Trainer beim mexikanischen Fussball-Zweitligisten Dorados. - dpa

    Maradona, der während der WM 2018 in Russland weilte und auf den Tribünen ein teilweise skurriles Bild abgab, berichtete zudem von einem zerbrochenen Verhältnis zur Nationalmannschaft. Er habe «die Leidenschaft für diese Auswahl verloren. Die Mannschaft inspiriert mich nicht mehr, so geht es doch allen», sagte Maradona. Argentinien spüle das hart erarbeitete «Prestige die Toilette herunter.»

    Der Weltmeister von 1986, mittlerweile Trainer beim mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa und gleichzeitig Präsident von Dynamo Brest in Weissrussland, hatte die Endrunde im vergangenen Sommer auf Einladung des Weltverbandes FIFA besucht. Beim 2:1-Sieg Argentiniens in der Vorrunde gegen Nigeria sorgte er für Aufsehen, als er teils apathisch, teils hyperaktiv das Spiel verfolgte. Beim Siegtreffer durch Marcos Rojo zeigte er im Jubel Mittelfinger in die Menge und musste später sichtlich geschwächt abtransportiert werden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    In Mexiko
    lionel messi argentinien
    2 Interaktionen
    Rücktritt offen
    Kärcher
    18 Interaktionen
    40 Leute im Einsatz

    MEHR IN SPORT

    FC Basel Klartext Yakin
    21 Interaktionen
    Hakan Yakin
    werner schlegel
    «Zäher Tag»
    Granit Xhaka Nau.ch User
    398 Interaktionen
    Ende wie Fischer?

    MEHR AUS ARGENTINIEN

    Lionel Messi Argentinien
    12 Interaktionen
    Legende tritt ab
    goggia
    3 Interaktionen
    Dämpfer
    schweizerische bundesanwaltschaft
    1 Interaktionen
    Gemälde