Keine Extrazüge: FC Zürich widerspricht der SBB
Der FC Zürich wirft den SBB vor, die Baustellen bloss als Ausrede für den gestrichenen Extrazug zu nutzen und nicht die ganze Wahrheit zu sagen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die SBB stellen für das Spiel FC Sion gegen FC Zürich keinen Fanzug bereit.
- Der FCZ widerspricht, dass man frühzeitig darüber informiert worden sei.
- Die Baustellensituation im Wallis habe keinen Einfluss auf den Extrazug, so der Verein.
Am Samstag reist der FC Zürich für das Spiel gegen den FC Sion ins Wallis. Die Fans müssen individuell anreisen, die SBB stellen keinen Extrazug bereit, wie die Bundesbahn am Mittwoch mitteilte. Nun schiesst der Stadtzürcher Verein zurück.
Begründet haben die SBB den Verzicht auf den Extrazug mit Baustellen im Wallis. In ihrer Medienmitteilung schreiben sie, sie hätten die Liga bereits frühzeitig im Rahmen der Spielplangestaltung auf die Situation aufmerksam gemacht.
Der Vorwurf: Die Liga und der FCZ hätten dadurch genügend Zeit gehabt, eine alternative Anreiseform zu planen.
Dagegen wehrt sich der FC Zürich und weist die Anschuldigung als «falsch» zurück. Dafür macht der Verein den SBB Vorwürfe.
Die Bundesbahnen hätten nicht die ganze Wahrheit mitgeteilt. So verschwiegen sie, dass sie seit dieser Saison keine Extrazüge ausserhalb des Regelbetriebs anbieten. Vereine, Liga und Fanvereinigungen seien kurz vor Saisonbeginn darüber informiert worden.
Der FCZ schreibt, dass auch ohne die Baustellen für das Spiel im Wallis keine Extrazüge bereitgestellt worden wären.

Der Verein betont, sich für die geordnete Anreise der Fans einzusetzen. So habe er eine Verschiebung des Anpfiffs von 20 Uhr auf 18.30 Uhr beantragt – jedoch erfolglos.
Beim Spiel am Samstag will der FC Zürich den Sprung von Rang 7 in die Top-6 schaffen. Der FC Sion ist aber gut in Form: Die Walliser gewannen die vier letzten Partien und sind der erste Verfolger von Leader Lugano.















