EHC Thun gewinnt im Langenthaler Hexenkessel
Teil zwei der Oberaargauer Woche führte den EHC Thun auswärts in den Schoren zum SC Langenthal.

Das Wichtigste in Kürze
- Der SC Langenthal feierte am Samstag sein 80-jähriges Jubiläum.
- Der EHC Thun feierte den Sieg.
Die Thuner konnten unter der Woche Selbstvertrauen tanken. Gegen Hockey Huttwil konnte das Team von Coach Zehnder in der Verlängerung siegen. Am Samstag folgte nun das nächste Duell mit einem Oberaargauer Kontrahenten.
Mit dabei war zum ersten Mal in dieser Saison Angel Lovecchio. Der 22-Jährige lief bereits in der letzten Spielzeit neunmal für den EHC Thun auf. Nun ist der Verteidiger erneut mit einer B-Lizenz mit dabei.
Bütikofer schiesst Langenthal in Führung
Anlässlich des 80-Jahre-Jubiläums zeigen die SCL-Fans vor Spielbeginn eine beeindruckende Choreo. Über 2000 Zuschauer sorgen für eine tolle Kulisse. Der EHC Thun ist aber nicht angereist, um Geschenke zu verteilen.
Beide Teams brauchen keine Anlaufzeit. Die erste Chance gehört den Gästen. Nicola Christen kurvt hinter dem Tor durch und legt für Kelian Fiebiger vor. Dessen Schuss findet den Weg ins Tor aber nicht.
Nach sieben Minuten kommt auch der SC Langenthal ein erstes Mal gefährlich vors Tor. Krayem scheitert erst an Goalie Küenzi, Bütikofer schiebt den Rebound über die Linie. Die Hausherren gehen mit ihrer ersten Torchance sogleich in Führung.
Der SCL erhält nun Auftrieb. Sekunden nach Wiederanspiel müsste Wehrli eigentlich gleich das zweite Tor erzielen. Stephan Küenzi verhindert den Langenthaler Doppelschlag.

Kurz nach Drittelsmitte gelingt dem EHC Thun entgegen dem Spielverlauf der Ausgleich. Jansen und Jaggi bereiten für Topscorer Gyger vor, der sein fünftes Saisontor erzielt.
Auch nach dem zweiten Tor dauert es nur einige Sekunden, bis die nächste Topchance folgt. Thuns Gugelmann kann allein aufs Tor ziehen, Kurt im SCL-Tor fängt die Scheibe ab.
Im Anschluss bleibt die Partie schnell und intensiv. Beide Teams drücken aufs Tempo und liefern den Zuschauern bereits im November ein Spiel mit Playoff-Charakter. Langenthal-Captain Kläy lässt die letzte gute Gelegenheit des Startdrittels liegen.
EHC Thun überlegen im Mitteldrittel
Zu Beginn des Mitteldrittels führt Thuns Christen ein schönes Kabinettstückchen vor. Sein Querpass findet Verteidiger Wyss, der Kurt nicht überwinden kann. Der EHC Thun bleibt gleich dran und kann Druck aufbauen.
Die beiden Walliser in Thuner Diensten, Jansen und Perren, kommen zu den nächsten Chancen. Das überfällige Tor fällt kurz vor Spielmitte und ist wahrlich ein Teamtor.

Schweingruber hält die Scheibe stark in der Offensivzone. Rossel spielt einen Laserpass zu Gyger, der zurück legt für Jansen. Der junge Walliser hat leichtes Spiel und erzielt sein allererstes Tor im Trikot des EHC Thun.
Im Anschluss bleiben die Thuner die bessere Mannschaft. Vom SC Langenthal hingegen ist im Mitteldrittel kaum etwas zu sehen. 7 zu 16 lautet das Schussverhältnis aus dem zweiten Abschnitt am Ende.
Thun übersteht Druckphase und schlägt selbst zu
Der Zwischenstand von 1:2 verspricht Hochspannung für das Schlussdrittel. Nach nur einer Zeigerumdrehung braucht es einen Küenzi in Hochform, um den Ausgleich zu verhindern. Wehrli scheitert.
Im direkten Gegenangriff hat Gugelmann das dritte Thuner Tor auf der Schaufel. Auch Langenthal-Goalie Kurt zeigt sich jedoch in toller Form und verhindert den Einschlag. Im Anschluss ist das Heimteam die bessere Mannschaft.
Richtig gute Chancen erspielen sich die Oberaargauer aber lange Zeit nicht. Erst nach 49 Minuten werden die Langenthaler wieder gefährlich. Küenzi und Verteidiger Inniger verhindern in extremis und mit etwas Glück den Ausgleich.
Im anschliessenden Spielzug gibt der SC Langenthal das Momentum wieder her. Burri stellt Häsler das Bein und wandert auf die Strafbank. Der EHC Thun kommt spät zum ersten Powerplay der Partie.

Nur vier Sekunden brauchen die Thuner, um das 1:3 zu erzielen. Schweingruber zieht von der blauen Linie aus ab. Gugelmann und Rossel nehmen Kurt die Sicht, die Scheibe schlägt im SCL-Tor ein.
Für Schweingruber ist es das dritte Powerplay-Tor innert Wochenfrist. Der Treffer ist quasi eine Kopie seiner beiden Tore vom Spiel gegen Huttwil am vergangenen Mittwoch.
Eine Minute später taucht der omnipräsente Langenthal-Topscorer vor Küenzi auf. Kläy verzieht. Thuns Christen zeigt ihm fünf Minuten vor dem Ende dann, wie man einen Goalie austanzt.
Christen schnappt sich die Scheibe und kann allein auf Kurt losziehen. Er verzögert geschickt und düpiert den SCL-Goalie. Das 1:4 ist eine Art Vorentscheidung.
Sander Jansen sorgt für die Entscheidung
Langenthal verkürzt in doppelter Überzahl und mit sechstem Feldspieler zwar noch auf 2:4. Jansen sorgt mit dem Treffer ins leere Tor aber für die endgültige Entscheidung.
Der EHC Thun darf dank abgeklärter und kaltschnäuziger Leistung drei Punkte aus dem Langenthaler Hexenkessel mitnehmen. Der SCL steht beim 80-Jahre-Jubiläum zwar mit schönen Trikots, dafür ohne Punkte da.
Am kommenden Mittwoch darf der EHC Thun wieder im heimischen Grabengut auflaufen. Zu Gast ist der EHC Wetzikon. Im bisher einzigen Direktduell der Saison unterlagen die Thuner auswärts knapp.













