Nach dem 1:1 der Schweizer Nati im Testspiel gegen Kosovo gibt Granit Xhakas Frust zu reden. Trainer Murat Yakin bleibt wie erwartet cool.
Granit Xhaka ist gar nicht erfreut über seine Auswechslung in seinem Jubiläums-Spiel. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Granit Xhaka bestreitet gegen den Kosovo sein 100. Länderspiel für die Schweiz.
  • Trotz Jubiläum wird der Nati-Captain ausgewechselt, was ihm gar nicht passt.
  • Nun äussert sich Murat Yakin zu den Geschehnissen rund um die Auswechslung.

Das 1:1 der Schweizer Nati zu Hause gegen Kosovo lassen das erfolgsverwöhnte Publikum schnell einmal die Nase rümpfen. Mehr zu reden gibt aber die Auswechslung von Granit Xhaka. Der Nati-Captain fand es nämlich gestern gar nicht lustig, in seinem Jubiläums-Spiel ersetzt zu werden.

Granit Xhaka
Granit Xhaka muss gegen den Kosovo ungewohnt früh vom Platz. - Keystone

Yakin: «Granit am längsten im Einsatz gestanden»

Der Captain verstand die Auswechslung nicht, weil er in seinem 100. Länderspiel, zumal gegen die Heimat seiner Familie, «gerne länger gespielt» hätte. Der Jubilar verlässt den Platz fluchend und gestikulierend.

Für Trainer Yakin war der Wechsel hingegen logisch, weil er die Spieler in den Tests nicht zu sehr forcieren wollte. Yakin erklärt cool: «Granit hat von allen Spielern gegen England und Kosovo am längsten im Einsatz gestanden.»

Granit Xhaka
Granit Xhaka und Murat Yakin sprechen auf der Grussrunde der Schweizer Nati über seine Auswechslung. - keystone

Immerhin: Nach der Grussrunde legte Yakin seinem Captain denn auch noch auf dem Platz liebevoll und versöhnlich den Arm um die Schulter.

Die beiden stehen sich ohnehin sehr nahe – nach der Ernennung zum Nationaltrainer im letzten Sommer sagte Yakin: «Granit hat mir als erster gratuliert.»

Granit Xhaka bedankt sich via Instagram

Xhaka selbst meint nach der Partie, dass das Thema grösser gemacht werde als es sei. Auch auf Instagram meldet sich der 29-Jährige zu Wort und bedankt sich bei allen Beteiligten.

Zudem bekräftigte er heute auf Instagram, dass es ein unglaubliches Gefühl sei, zum hundertsten Mal für die Schweiz aufzulaufen.

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