GC vor erneutem Verkauf: LAFC steht vor Rückzug aus Zürich
Wieder einmal ranken sich Verkaufsgerüchte um GC – diesmal scheint es aber konkret zu werden. Der neue Eigentümer soll bereits im Stadion gewesen sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei GC dürften sich demnächst erneut die Eigentümer-Verhältnisse ändern.
- Nach nicht einmal drei Jahren zieht sich der Los Angeles FC als Besitzer wieder zurück.
- Hinter dem neuen Eigentümer stehen offenbar chinesische Geldgeber.
Die Eigentümer aus Los Angeles stehen bei GC anscheinend vor dem Abschied: Zum wiederholten Male ranken sich Verkaufsgerüchte um die Hoppers. Diese dürften schon bald wieder unter chinesischer Schirmherrschaft stehen.
Was der «Blick» berichtet, deckt sich mit Informationen von Nau.ch, die seit dem entscheidenden Barrage-Rückspiel gegen den FC Aarau in Zürich im Stadion kursieren: Mit der «Bridge Football Group» steht ein neuer Eigentümer ante portas. Auf eine Anfrage hat das Unternehmen bislang nicht reagiert.

Hinter dem nichtssagenden Namen stehen dem Vernehmen nach chinesische Geldgeber und ein Dreigespann als Unternehmensleitung: Der Schweizer Rechtsanwalt Ludovic Deléchat fungiert als CEO, Ex-Holland-Nationalspieler Dries Boussatta als Technischer Berater, Trainer Edwin Petersen als Nachwuchs-Chef.
GC als vierter Klub unter dem Bridge-Dach?
Die «Bridge Football Group» ist im Fussball längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Unter deren Schirmherrschaft fallen der italienische Drittligist Pro Vercelli, der holländische Zweitligist Den Bosch und der chinesische Zweitligist Shaanxi Union.
Nun soll mit GC ein vierter Klub unter das Dach der «Bridge»-Gruppe rücken. Denn die Eigentümer, die Gruppe hinter dem MLS-Klub LAFC, haben genug: Nach drei Jahren, dreimal Barrage und einem Defizit jenseits der 15 Millionen jährlich ist Schluss.

Zumal sich die Beziehung zu den Zürcher Fans in den letzten Monaten nochmals dramatisch verschlechtert hat. Obszöne Schimpf-Plakate und die klare Aufforderung, Zürich zu verlassen, sind auch an LAFC wenig überraschend nicht spurlos vorübergegangen.
China, USA und jetzt wieder China
Zum zweiten Mal binnen rund sechs Jahren geht es für GC damit in chinesische Hände. Im Frühjahr 2020 hatte die Champion Union HK Holding aus Hongkong den Klub übernommen. Dahinter steckte die Fosun-Gruppe, die ihrerseits 2023 in arge Finanz-Nöte geriet.

In der Folge verkauften die chinesischen Eigentümer Anfang 2024 ihre Anteile an den LAFC. Aus Los Angeles kamen damals noch grosse Töne: Man wolle Geld ausgeben, um zu gewinnen, den Rekordmeister wieder erfolgreich machen.
Zweieinhalb Jahre später ist die Realität eine andere: Dreimal in Folge ist GC nur haarknapp dem Challenge-League-Sensenmann von der Schippe gesprungen. Jetzt sollen sich also wieder chinesische Eigentümer in Zürich versuchen. Diesmal aber zumindest mit einem Schweizer Vertreter vor Ort ...

Die grossen Fragen: Was bedeutet der Verkauf für GC-Leuchtturm Alain Sutter? Halten die neuen Eigentümer am Sportchef fest? Und was passiert mit Neo-Trainer Peter Zeidler?












