Zoff bei GC: Das sagen die Eigentümer aus Los Angeles zu Fan-Protest
Bei der 1:2-Heimpleite gegen den FC Luzern protestieren die Fans von GC gegen die Eigentümer aus den USA. Nun meldet sich der LAFC zu Wort.

Das Wichtigste in Kürze
- Die GC-Eigentümer aus Los Angeles melden sich nach den Fan-Protesten zu Wort.
- Am Samstag hatten die Fans einen Rückzug des LAFC gefordert.
- Jetzt stellen die Eigentümer klar: Ohne LA-Millionen müsste GC zusperren.
Mit sehr deutlichen Worten meldeten sich die Fans von GC am Samstag bei der 1:2-Heimpleite gegen Luzern zu Wort: Auf einem grossen Banner stand im Letzigrund zu lesen: «Fuck off LAFC! Mir hend jetzt au eifach mal kei Lust!»
Die Kritik richtet sich an den Eigentümer der Hoppers, den US-amerikanischen MLS-Klub Los Angeles FC. Der übernahm die Zürcher vor zweieinhalb Jahren von den chinesischen Vorbesitzern.
Die erhofften Fortschritte sind unter den US-amerikanischen Eigentümern aber nicht geglückt. Die letzten beiden Saisons musste GC jeweils in die Barrage, auch dieses Jahr liegen die Zürcher auf Rang elf.

Drei Tage nach dem Fan-Protest im Letzigrund melden sich die Eigentümer aus Los Angeles nun zu Wort. In einem ausführlichen Statement wendet man sich an die Fans – und macht unmissverständlich klar: Ohne LAFC wäre GC schon untergegangen.
Das LAFC-Statement im Wortlaut
Dear Community of Grasshopper Club Zürich,
we are addressing you today because the events in Lausanne and Saturday’s match against FC Luzern make it necessary to speak openly about what is at stake. We understand the frustration, and we share it. The current state of the club is not where any of us want it to be, and watching GC Zürich today is painful — for supporters and for us alike.
It is important to us to provide clarity in this context. Over the past 2.5 years, we have invested significantly in order to keep the Grasshopper Fussball AG (GFAG) operating. We have made this commitment because we believe in the club, its history, and its future. At the same time, the financial reality remains that GFAG’s running costs continue to exceed its current revenues, and the club depends on ongoing external support to compete in professional football.
When we took on this responsibility, we knew the turnaround would be long and difficult. We underestimated how much. We committed to turning the club around, which required taking decisive and far-reaching measures to secure any sustainable future for it. This work is structural, it is underway, and it will show its full effect over multiple seasons. We are not satisfied with where we stand today — in the league table or commercially.
Recent protests have called for us to leave the club. We wish to state clearly that we are open to discussions regarding a partial or full sale of GFAG, provided it secures the club's long-term sustainability. We have no attachment to ownership for its own sake — only to the club's future. Any viable future for the club requires a suitable, committed, and financially capable owner.
An unconditional withdrawal on our part would result in the club's liquidation and directly affect over 150 employees, their families, sponsors, partners, donors, and the wider community. Without continued investment from ownership, GFAG will not exist as a professional football organisation. However, should that be the genuine wish of the supporters, we are willing to engage in discussions on that basis as well.
For several weeks, we have sought dialogue with representatives of fan groups, to no avail. We renew that invitation today and ask them to come to the table for constructive conversations on the direction of the club. We will engage openly and transparently, and expect the same standard of respect to guide all interactions.
We wish to emphasize that our immediate priority is to focus on the remaining matches of the season and to secure the club's place in the league. We thank everyone who supports the team week after week with great passion, dedication and heart.
«Wir haben erhebliche Investitionen getätigt»
Man wolle «einige Dinge offen ansprechen», heisst es in der Einleitung zum Statement. «Wir verstehen die Frustration über die sportliche Situation und teilen diese auch. Der Club befindet sich nicht dort, wo wir ihn haben möchten. Das ist schmerzhaft, für uns und unsere Fans.»
«In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir erhebliche Investitionen getätigt, um den Betrieb der Grasshopper Fussball AG aufrechtzuerhalten. Wir sind dieses Engagement eingegangen, weil wir an den Club, seine Geschichte und Zukunft glauben», heisst es weiter.

Dann aber die knallharte Wahrheit: «Die finanzielle Realität bleibt, dass die Kosten die Einnahmen weiterhin übersteigen. Der Verein ist auf fortlaufende externe Unterstützung angewiesen, um im Profifussball überleben zu können.»
Eigentümer haben Aufgabe bei GC unterschätzt
«Wir wussten, dass es langwierig und schwierig sein würde, die Wende herbeizuführen. Allerdings haben wir unterschätzt, wie sehr», so das Eingeständnis der Eigentümer. «Wir haben uns verpflichtet, den Verein zu sanieren. Das erforderte weitreichende und entschiedene Massnahmen, um ihm eine nachhaltige Zukunft zu sichern.»

«Diese Arbeit ist struktureller Natur und ist derzeit in vollem Gange. Ihre ganze Wirkung wird sich jedoch erst nach einigen Saisons entfalten. Wir sind aber dennoch nicht zufrieden damit, wo wir heute stehen – weder in der Tabelle noch kommerziell.»
Rückzug «würde zur Liquidation führen»
Angesichts der klaren Botschaft seitens der Fans gibt es eine deutliche Reaktion: «Wir sind offen für Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf der GFAG, sofern die langfristige Nachhaltigkeit des Clubs sichergestellt ist. Wir haben keinerlei Interesse an der Eigentümerschaft an sich, sondern ausschliesslich an der Zukunft des Clubs.»
Dafür gibt es aber auch eine klare Anforderung: «Soll der Club eine Zukunft haben, erfordert das einen geeigneten, engagierten und finanziell leistungsfähigen Eigentümer. Ein bedingungsloser Rückzug unsererseits würde zur Liquidation des Vereins führen.»

«Ohne fortlaufende Investitionen seitens der Eigentümer kann die GFAG nicht als professionelle Fussballorganisation weiterbestehen. Sollte dies jedoch der tatsächliche Wunsch sein, sind wir auch bereit, auf dieser Grundlage Gespräche zu führen.»
Scharfe Spitze gegen Fan-Vertreter
«Seit mehreren Wochen suchen wir den Dialog mit Vertretern der Fangruppierungen, bislang ohne Erfolg», so die Eigentümer. «Wir laden sie hiermit öffentlich ausdrücklich nochmals ein, mit uns konstruktive Gespräche über die Ausrichtung des Clubs zu führen.»

Im Saisonfinish sei die «unmittelbare Priorität» das Sichern des Klassenerhalts. Dafür bedanke man sich auch «bei allen, die die Mannschaft mit viel Herzblut und Leidenschaft Woche für Woche unterstützen.»
| Super League - Super League: Regular Season (28.04.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 34 | 24 | 8 | 2 | 75:38 | 74 | |
| 2. | ![]() | 34 | 18 | 7 | 9 | 66:41 | 63 | |
| 3. | ![]() | 34 | 17 | 8 | 9 | 51:38 | 60 | |
| 4. | ![]() | 34 | 14 | 7 | 13 | 53:35 | 55 | |
| 5. | ![]() | 34 | 15 | 11 | 8 | 51:47 | 53 | |
| 6. | ![]() | 34 | 13 | 12 | 9 | 66:62 | 48 | |
| Super League - Super League: Regular Season (28.04.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 34 | 74 | |
| 2. | ![]() | 34 | 63 | |
| 3. | ![]() | 34 | 60 | |
| 4. | ![]() | 34 | 55 | |
| 5. | ![]() | 34 | 53 | |
| 6. | ![]() | 34 | 48 | |


















