FC St.Gallen: Hier drischt Nuhu den Ball übers Wankdorf-Dach!
Trotz der 0:2-Pleite gegen YB sorgt Musah Nuhu für einen inoffiziellen Rekord. Der Verteidiger des FC St.Gallen klärt einen Ball – der fliegt aus dem Stadion!
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Das Wichtigste in Kürze
- Christopher Martins und Jean-Pierre Nsame schiessen YB zum Sieg über den FC St.Gallen.
- Einem FCSG-Spieler gelingt eine Premiere im neuen Wankdorf-Stadion.
Der FC St.Gallen landet wenige Tage nach der Cup-Euphorie wieder auf dem Boden der Tatsachen. Am Donnerstag überzeugt das Team von Peter Zeidler beim 4:1 gegen YB. Doch am Sonntag setzt es gegen den gleichen Gegner eine 0:2-Pleite.

St.Gallen befindet sich jetzt im Abstiegskampf, sie gewinnen aber den inoffiziellen «Wankdorf-Bergpreis». Wie bitte?
Nuhu klärt humorlos für den FC St.Gallen
Der Reihe nach: Nach 58 Minuten wechselt Zeidler Musah Nuhu ein. Gleich mit seiner ersten Aktion klärt dieser eine Flanke von YB-Verteidiger Ulisses Garcia zum Corner.

Aber wie! Nuhu drischt den Ball direkt über das Wankdorf-Stadiondach. Auch «blue»-Kommentator Stefan Flückiger ist verblüfft, sagt: «Dieser Ball hat das Wankdorf verlassen. Kein Witz!»
Dieses Kunststück ist im neuen Wankdorf, erbaut 2005, noch keinem Spieler gelungen!
Bitter für Nuhu: Den anschliessenden Corner verwertet YB-Mittelfeldspieler Christopher Martins per Kopf zum 1:0.
Hugo Streun und der «Eiermann»
Gewusst? Eine Premiere ist Nuhus Kunststück in Bern aber nicht ganz. Mit Hugo Streun hat es ein YB-Spieler geschafft, den Ball über die Tribüne in Richtung Allmend zu schiessen.
Das war in den neunziger Jahren – und noch im alten Stadion.

Der technisch limitierte, dafür eisenharte Verteidiger, drosch einen Freistoss aus 25 Metern gefühlt 40 Meter über das Tor. Die Zuschauer im damals eiskalten Wankdorf schauten sich nur verdutzt an. Noch heute sprechen ganz eingefleischte Fans vom «Hugo-Streun-Gedenkschuss».
Ebenfalls berüchtigt in Bern waren die Befreiungsschläge von Rachid Neqrouz, der von 1994 bis 1997 für YB spielte.
Der Marokkaner ging als «Eiermann» in die Geschichte ein, weil er den Gegenspielern beim Corner ins Geschlechtsteil griff. Das kam vor allem in der Serie A ganz schlecht an.

Neqrouz, der später zu Bari wechselte, drosch den Ball ab und zu hoch (und mit Absicht) auf die Tribüne. Nicht selten wollte er damit auch Zeit schinden. Einmal blieb der Ball oben auf dem Dach, darüber flog er aber nie.
FCSG wartet immer noch auf einen Sieg in Bern

Der «Wankdorf-Bergpreis» geht also an Nuhu. Auf eine andere Premiere wartet der FC St.Gallen übrigens immer noch: In den knapp 16 Jahren seit der Stadion-Eröffnung haben die Ostschweizer gegen YB nicht mehr gewonnen. Das sind mittlerweile 28 Spiele!











