FC Basel vor Duell mit Luzern auf der Suche nach den positiven Dinge

    Jan Weisstanner
    Jan Weisstanner

    Basel,

    Marcel Koller ist zuversichtlich, dass sein FC Basel heute im Spiel gegen Luzern aus der Klatsche vom Sonntag (1:7 gegen YB) die Lehren gezogen hat.

    Marcel Koller mit stoischem Blick auf der Bank.
    Marcel Koller mit stoischem Blick auf der Bank. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der FC Basel trifft heute Abend auf den FC Luzern (20 Uhr).
    • Haben sich die Bebbi vom 1:7-Schock am Sonntag gegen YB erholt?

    In der 8. Runde der Super League sind die Augen am Mittwoch nach Basel gerichtet: Fängt sich der am Sonntag gegen die Young Boys gedemütigte FC Basel im Spiel gegen den FC Luzern auf?

    Nach dem 1:7, der höchsten Niederlage seit über 17 Jahren, klammert man sich beim FC Basel an Kleinigkeiten, die man positiv deuten könne. Etwa diese: «Wir hatten in Bern fünf Spieler auf dem Platz, die ein Durchschnittsalter von 19,8 Jahren hatten», sagt Trainer Marcel Koller. Oder: «Wir waren 30 Minuten lang auf Augenhöhe, dann kassierten wir zwei Tore nach stehenden Bällen.» Und: «Wir verlieren lieber einmal 1:7 statt sieben Mal 0:1.»

    Koller schlechter als Wicky

    Trotzdem sprechen die Zahlen derzeit nicht mehr für den Zürcher Trainer, der vor zwei Monaten nach Basel kam und dann gleich die ersten sechs Pflichtspiele gewann. Mittlerweile ist sein Punkteschnitt in der Super League tiefer als derjenige von Vorgänger Raphael Wicky (1,6 zu 1,86). Und wenn der FCB in der letzten Saison unter Wicky noch die beste Abwehr der Liga stellte, so ist das Basler Tor mittlerweile zur Schiessbude verkommen. Nur Aufsteiger Neuchâtel Xamax hat mehr Tore kassiert als der FCB. Unter Koller spielte Basel in der Meisterschaft nie zu null und musste in fünf Spielen 13 Tore hinnehmen.

    War das 1:7 hilfreich?

    Gegen Luzern ist nun eine Reaktion gefordert, das weiss auch Koller. Für die Verarbeitung der Niederlage in Bern und für Vorbereitung auf das Spiel vom Mittwoch ist das krasse 1:7 womöglich sogar hilfreich. «So kann sich keiner aus der Verantwortung nehmen. Keiner kann von sich behaupten, er hätte trotz Niederlage ein gutes Spiel gemacht.»

    Eigentlich kann es für den FCB jetzt nur noch aufwärts gehen. Die Rechnung der Basler sieht so aus: Enden neben Basel gegen Luzern auch die anderen vier Spiele der 8. Runde mit einem Heimsieg, rückt der FCB schon wieder auf Platz 2 vor.

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