FC Basel: Nati-Legende Knup kritisiert FCB und Lichtsteiner
Noch-Meister FC Basel droht den Europapokal zu verpassen. Nach dem 0:2 gegen den FC Sion äussert sich auch Nati-Legende Adrian Knup (57) kritisch.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit Mitte September wartet der FC Basel auf einen Sieg gegen ein Top-6-Team.
- Das 0:2 gegen Sion ist die sechste Niederlage für Stephan Lichtsteiner im 13. Liga-Spiel.
- Nati-Legende Adrian Knup sieht «keine Entwicklung und keine Handschrift» beim FCB.
Die beiden Schwergewichte der Super League taumeln dem Saisonende entgegen: YB verliert zuhause gegen den FCSG, der FC Basel taucht im Joggeli gegen den FC Sion. Vier Runden vor Schluss duellieren sich die beiden Clubs nur um Rang 5.
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Für den FCB ist es die erste Liga-Heimpleite gegen Sion seit 29 (!) Jahren. Auf einen Sieg gegen einen Club aus den Top 6 warten die Bebbi nun seit Mitte September. Mit dieser Bilanz rückt sogar der Platz im Europacup weit weg.

Nicht nur die Fans machen sich Sorgen – auch Adrian Knup (57) findet nach dem FCB-Auftritt gegen Sion deutliche Worte. Der sonst so besonnene Ex-Natistar geht mit Team und Trainer hart ins Gericht.
«Es war ein enttäuschender Auftritt, so kann es nicht weitergehen», sagt Knup bei «FCB Total» auf «Telebasel». «Die Statistik gegen die Top-6-Teams ist schrecklich. Unter Stephan Lichtsteiner hat man in sieben Spielen gegen diese Mannschaften zwei Unentschieden geholt und fünfmal verloren.»

Für Knup ist klar: «Das reicht einfach nicht! Das hat man auch gegen Sion gesehen, das keine Übermannschaft hat. Aber sie sind stabil und man sieht eine Handschrift des Trainers.»
Knup: «Man sieht keine wirkliche Entwicklung»
Diese fehlt dem 48-fachen Natispieler (25 Tore) beim FC Basel: «Ich muss es klar und deutlich sagen: Man sieht keine wirkliche Entwicklung entsprechend auch keine Handschrift des Trainers bis jetzt.»
Stephan Lichtsteiner (42) hat mit dem FCB bisher 13 Liga-Spiele absolviert. Die Bilanz: Fünf Siege, zwei Remis und sechs Niederlagen. Der Punkteschnitt beträgt gerade einmal 1,13 Zähler. Im Cup und im Europapokal scheidet der FC Basel unter dem Ex-Nationalcaptain aus.

Mühe hat Adrian Knup auch mit einer Personalentscheidung im Spiel gegen Sion. Captain Xherdan Shaqiri (34) fehlt verletzt – trotzdem sitzt mit Dominik Schmid (28) der zweite Teamleader nur auf der Bank. Für ihn beginnt Moussa Cissé als Linksverteidiger. Als Schmid eingewechselt wird, steht es bereits 0:2 aus Sicht der Bebbi.
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«Das ist für mich unverständlich. Schmid hat zuletzt nicht schlecht gespielt, beim FC Basel ist er in dieser Saison einer der Konstantesten des Teams. Gerade wenn mit Shaqiri ein Leader fehlt, wäre es wichtig gewesen, dass er spielt.»

Für die letzten vier Runden ist für Adrian Knup klar: «Die Mannschaft muss aus diesem Negativstrudel herauskommen. Man merkt, dass sie mental angeschlagen ist. Es fehlt an vielen Ecken. Nichtsdestotrotz ist es die Aufgabe von Spielern und Trainer, das Beste herauszuholen. Man muss jetzt an den Basics arbeiten.»
Muss der FC Basel am Samstag dem FC Thun gratulieren?
Am kommenden Samstag könnte der FC Basel einen Meisterjubel hautnah miterleben: Der FC Thun reist ins Joggeli und kann sich mit einem Sieg zum neuen Champion krönen. Und das ausgerechnet beim Noch-Meister FCB.
Am 10. Mai wartet das Auswärtsspiel bei YB, am 14. Mai empfangen die Bebbi den FCSG – und zum Saisonabschluss reist das Lichtsteiner-Team am 17. Mai nach Lugano.

Es bleiben also vier Partien, um sich noch in den Europapokal zu spielen. Gewinnt der FCSG den Cup, reicht dem FC Basel dafür Platz vier. Und auf diesen beträgt der Rückstand derzeit nur zwei Zähler.












