Clubs entscheiden über Einführung des Videobeweises

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    Deutschland,

    Die Schulungen für die Schiedsrichter laufen längst, nun soll auch in der 2. Fussball-Bundesliga der Videobeweis kommen.

    Die Clubs der 2. Bundesliga entscheiden auf einer Sitzung, ob der Videobeweis zur neuen Saison eingeführt werden soll. Foto: S. Hoppe
    Die Clubs der 2. Bundesliga entscheiden auf einer Sitzung, ob der Videobeweis zur neuen Saison eingeführt werden soll. Foto: S. Hoppe - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Öffentlich halten sich viele Vereinsvertreter vor der Abstimmung zurück, doch eine Ablehnung gilt als unwahrscheinlich.

    Die 18 Clubs entscheiden am Donnerstag auf ihrer Sitzung in Frankfurt/Main darüber, ob die in der Bundesliga, Champions League und Weltmeisterschaft eingesetzte Technik zur neuen Saison im Unterhaus eingeführt wird.

    Öffentlich halten sich viele Vereinsvertreter vor der Abstimmung zurück, doch eine Ablehnung gilt als unwahrscheinlich. «Mit der Einführung wären für alle Mannschaften (...) wettbewerbsübergreifend in der 1. und 2. Bundesliga gleiche Bedingungen gegeben», sagte Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim, der Deutschen Presse-Agentur.

    2014 hatten sich die Zweitliga-Vertreter gegen die Einführung der Technik ausgesprochen. Mittlerweile ist die Bereitschaft, pro Spielzeit und Club rund 200 000 Euro für die Video-Assistenten auszugeben, gestiegen.

    Zumal der Deutsche Fussball-Bund (DFB) und die Deutsche Fussball Liga (DFL) die Voraussetzungen für diesen Entwicklungsschritt geschaffen haben. Seit dieser Saison werden die Video-Schiedsrichter in der Off-Phase geschult. Dafür hatten vor einem Jahr die 18 Clubs bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung votiert. Der Videokeller in Köln müsste allerdings noch technisch und personell aufgerüstet werden, für die Vereine gilt dies in Sachen Glasfaserkabel.

    Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge hat wie andere Clubvertreter in den vergangenen Monaten an mehreren Workshops zum Thema teilgenommen. «Unabhängig von den Kosten ist der Videobeweis in meinen Augen, sofern er einwandfrei funktioniert, ein technischer Fortschritt, an dem alle partizipieren, wenn so Fehlentscheidungen vermieden werden», sagte Minge. «Aber der Videobeweis muss im Interesse aller auch bei schwierigen Entscheidungen schnell und ohne langandauernde Unterbrechungen funktionieren, damit der Charakter und vor allem die Emotionen des Spiels nicht verloren gehen.»

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