Beni Huggel: «2007 habe ich mit YB verhandelt»
Auf Beni Huggel sind die YB-Fans nicht gut zu sprechen. Mit Basel fügte er den Bernern schmerzvolle Niederlagen zu. Es hätte aber auch anders kommen können.

Das Wichtigste in Kürze
- Beni Huggel besitzt in Basel Legendenstatus.
- Der Ex-Profi wurde siebenmal Meister und gewann fünfmal den Cup mit den Bebbi.
- Nach dem Abstecher in die Bundesliga 2005-2007 wäre er allerdings beinahe bei YB gelandet.
Beni Huggel ist eine der FCB-Legenden schlechthin. Der Baselbieter spielte zwölf Jahre lang am Rheinknie. 2005 wagte er einen kurzen Abstecher zu Eintracht Frankfurt.
Nach zwei Jahren war das Abenteuer Bundesliga zu Ende. Und Huggel suchte einen Klub, um in die Schweiz zurückzukehren. Huggel, der in Frankfurt mit dem heutigen YB-Sportchef Christoph Spycher spielte, erhielt ein Angebot aus der Bundesstadt.

«2007 hab ich noch mit YB verhandelt», gesteht der heute 43-Jährige im SRF-Sportpodcast «Ufwärmrundi».
Da fällt selbst SRF-Moderator Rainer Maria Salzgeber aus allen Wolken. «Nein?! Das konntest du doch gar nicht!», antwortet Salzgeber.
Beni Huggel wird Berner Hassfigur
Huggel versucht zu relativieren: Er habe nicht gewusst, ob er jemals zu Basel zurückkehren könne. «Und YB wollte mal mit mir reden; dann höre ich mir das an.»
Huggel im gelbschwarzen Trikot? Unvorstellbar. Denn in den letzten Jahren seiner Karriere zählte Huggel zu den grossen Hassfiguren der Berner Fans.
Bekanntlich kehrte der 41-fache Nati-Spieler im Sommer 2007 zum FCB zurück. «Ein, zwei Monate später wurde das mit Basel konkret.» In der ersten Saison verhalf er den Bebbi zum Meistertitel – mit einem Sieg in der Finalissima gegen YB.
Huggel sagt: «Aufgrund des Angebots habe ich mich damals ganz genau mit dem Kader von YB auseinandergesetzt.» Er kannte die Stärken und Schwachstellen der Young Boys.
YB entthront FC Basel 2018
Zwei Jahre später wiederholt sich die Geschichte. Huggels FCB gewinnt die Finalissima 2010 gegen die Berner, die die nächste Chance auf den ersten Meistertitel seit 1987 verpassen.
2012 beendet Beni Huggel seine glanzvolle Karriere. Sieben Meistertitel und fünf Cupsiege stehen auf seinem Konto. Auch nach Huggels Karriereende können die Basler ihren Lauf fortsetzen. Mit Ausnahme von 2009 werden sie zwischen 2008 und 2017 durchgehend Meister.

Immerhin: Auch YB findet Jahre nach der angedachten Huggel-Verpflichtung zum Happy-End. 2018 gelingt den Bernern der erste Meistertitel nach 32 Jahren. Mittlerweile holt Gelb-Schwarz den Kübel viermal in Serie. Und hat den FC Basel als Liga-Dominator abgelöst.