BSC Young Boys

4:4-Remis für YB bei Servette - Benito: «Vier Gegentore zu viel»

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Bern,

Ein Thriller zwischen Servette und YB endet mit einem 4:4-Remis. YB-Captain Loris Benito ärgert sich über die vielen Gegentreffer.

YB
Chris Bedia trifft für YB – zum Sieg reicht es aber nicht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • YB und Servette trennen sich in einem Torfestival in Genf 4:4.
  • Fassnacht, Sanches, Bedia und Hadjam treffen für die Berner.

Was für ein verrücktes Spektakel in Genf! YB muss beim Torfestival gegen Servette in der Schlussphase das 4:4 hinnehmen. Zuvor hatte Hadjam die Berner mit einem Traumsolo noch in Führung gebracht. Es war der heisse Abschluss in einem irren Torfestival.

Entsprechend gemischt fällt auch das Fazit bei den Bernern nach dem späten Ausgleich aus. Captain Loris Benito ist zwar mit dem offensiven Auftritt zufrieden – nicht aber mit der Defensiv-Leistung. «Das sind definitiv vier Tore zu viel», bilanziert er bei «blue Sport».

YB Loris Benito
Captain Loris Benito war mit dem Auftritt von YB nur teilweise zufrieden. - keystone

«Wir haben mit dem Ball ein sehr gutes Spiel gemacht, unser Gameplan ist aufgegangen», so Benito. «Aber vier Gegentore, davon zwei, drei aus Standards, das ist definitiv zu viel.»

YB gerät zweimal in Rückstand

Die Partie startet mit wenig Tempo, viel Berner Ballbesitz – doch den ersten Treffer bejubeln die Hausherren: Nach zwölf Minuten ist es Jérémy Guillemenot, der den Ball zum 1:0 ins Tor bugsiert.

YB
Kein Sieger zwischen YB und Servette. - keystone

YB reagiert, macht weiter das Spiel – und belohnt sich nach 26 Minuten mit dem Ausgleich. Nach einer schönen Ballstafette legt Virginius für Fassnacht auf, der mit seinem zehnten Saisontor das 1:1 erzielt.

Gerade als man denkt, dass die Berner das Spiel nun im Griff haben, geht Servette wieder in Führung. Fassnacht verliert den Ball unglücklich an der Grundlinie, die Grenats bringen den Ball in die Mitte. Dort wird Ayé sträflich frei gelassen – 2:1.

Servette YB
Ayé bringt Servette gegen YB erneut in Führung. - keystone

Und vor der Pause kommt es beinahe noch übler für YB: Douline trifft zum 3:1, doch der VAR meldet sich.

Schiri Lukas Fähndrich schaut sich die Szene an. Und sieht, dass YB-Goalie Keller von einem Spieler die Sicht genommen wird, der im Abseits stand. Ein strenger, aber korrekter Entscheid: Es bleibt beim 1:2 Rückstand.

Ausgleich vor der Pause – Traumtor in der zweiten Halbzeit

Doch die erste Halbzeit hat noch mehr zu bieten: Nach einer Fassnacht-Balleroberung gelangt der Ball zu Alvyn Sanches, der den Ball herrlich zum 2:2 in lange Eck schlenzt. Das ist auch gleich der Pausenstand.

YB
Alvyn Sanches gleicht für YB aus. - keystone

Nach dem Seitenwechsel sind es die Berner, die gefährlicher wirken. Erst landet ein Abschluss von Hadjam nach schönem Solo im Aussennetz. Nach 57 Minuten liegt der Ball aber im Netz: Chris Bedia trifft gegen seinen Ex-Club nach schöner Flanke per Kopf.

Und gleich mit der nächsten Aktion ist es Virginius, der das 4:2 vergibt: Sein Abschluss landet am Aussenpfosten. Läuft nun also alles in die gleiche Richtung? Nein: Nur fünf Minuten später erzielt Guillemenot mit seinem zweiten Treffer das 3:3 für Servette.

Servette rettet spät noch einen Punkt

Den Fans in Genf wird einiges geboten: Wie kurz nach der Pause setzt Jaouen Hadjam erneut zum Solo an. Doch diesmal ist es von Erfolg gekrönt: Der algerische Natispieler trifft nach 68 Minuten herrlich zum 4:3 für YB. Wahnsinn!

YB
YB und Servette sorgen in Genf für ein Torfestival. - keystone

Die Antwort von Servette: Joker Mraz setzt seinen Kopfball drei Minuten später an die Latte. In der Folge suchen die Genfer den Ausgleich, YB hat das Geschehen aber wieder im Griff.

Doch das Spektakel findet kein Ende: Nach 84 Minuten schlägt Joker Mraz doch noch zu, trifft per Kopfball zum 4:4. Dabei bleibt es: Das verrückte Torfestival findet keinen Sieger.

Traust du YB den Meistertitel zu?

Für YB geht es in der Super League mit einem weiteren Auswärtsspiel weiter: Am kommenden Sonntag reist das Team von Gerardo Seoane zum FC Sion. Für Servette geht es am Samstag auswärts bei GC weiter.

Kommentare

User #5377 (nicht angemeldet)

Schiribonus YB. Servette wurde das 3:1 absolut zu unrecht aberkannt. Im Gegenzug fällt das 2:2 welchem ein klares Foulspiel vorausging. Ohne Schirihilfe wären es 0 Punkte gewesen. Egal, FC SG wird immer vor YB bleiben ;)

User #5739 (nicht angemeldet)

Ich hab ihm geschrien er soll daneben schiessen. Ein grosses Missverständnis. Loris Benito

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