Watzke zur BVB-Trainerfrage: «Lassen uns nicht treiben»

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Deutschland,

Wer beim Fussball-Bundesligisten Borussia Dortmund in der kommenden Saison den Trainer-Job übernimmt, wird laut Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke «irgendwann» entschieden.

Lässt die Trainerfrage beim BVB noch offen: Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke. Foto: Bernd Thissen/dpa
Lässt die Trainerfrage beim BVB noch offen: Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke. Foto: Bernd Thissen/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Terzic war im Dezember vom Assistenten des beurlaubten Lucien Favre zunächst bis zum Saisonende zum Chefcoach befördert worden - seine bisherige Bilanz ist durchwachsen.

«Wir lassen uns nicht treiben und nehmen uns alle Zeit, die wir benötigen», sagte Watzke im Interview der «WAZ». Auf die Frage, was passieren müsse, damit der derzeitige Trainer Edin Terzic die Aufgabe behalte, sagte der 61-Jährige: «Wir sind, was das angeht, sehr entspannt. Zwischen Edin und uns herrscht die grösstmögliche Offenheit. Seit vielen Jahren.»

Terzic war im Dezember vom Assistenten des beurlaubten Lucien Favre zunächst bis zum Saisonende zum Chefcoach befördert worden - seine bisherige Bilanz ist durchwachsen. Laut Watzke spielt der BVB jedoch «aktuell wieder besser Fussball», es werde auf eine «aggressivere Spielweise» umgestellt. «Aber einen solchen Wechsel in der Herangehensweise kannst du nicht binnen weniger Wochen reibungslos durchziehen.»

Bei der Trainer-Entscheidung würden die Einschätzungen von Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl wichtige Rollen spielen, sagte Watzke. Er selbst sei wegen der Corona-Krise derzeit «sehr weit weg von der Mannschaft» und halte sich deshalb mit der «Beurteilung der sportlichen Situation sehr zurück».

Namen von möglichen externen Nachfolgern wollte der Geschäftsführer zudem nicht nennen. «Es wäre respektlos, über einen Trainer zu sprechen, der aktuell bei einem anderen Club arbeitet.» Es gibt beispielsweise Gerüchte, dass Mönchengladbachs Marco Rose im Sommer nach Dortmund kommen könnte.

Indes hält Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl Kritik am Kader des BVB für falsch. «Wir sind total happy mit der Mannschaft, haben eine gute Mischung», sagte Kehl (40) dem TV-Sender Sky. Zuletzt war öffentlich immer wieder die Mentalität und Wehrhaftigkeit der Profis des Fussball-Bundesligisten in Zweifel gezogen worden. «Wir haben einige junge Spieler, da ist es normal, dass gewisse Schwankungen hinzukommen», sagte Kehl. Über die Inkonstanz der vergangenen Monate mache man sich intern aber durchaus Gedanken.

Vor der Partie beim SC Freiburg kündigte Kehl an, der BVB wolle jetzt «eine Serie starten». Für die Dortmunder ist durch einige unerwartete Niederlagen das Erreichen der Champions League in Gefahr geraten. «Wir brauchen jetzt Siege, um die Ziele zu erreichen, die wir uns in der Liga noch gesetzt haben», sagte Kehl. Das Team habe «genug Qualität», um diese Ziele zu erreichen.

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