Union-Profi Subotic: Vereine müssen solidarischer sein

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    Deutschland,

    Verteidiger Neven Subotic von Bundesligist 1. FC Union Berlin hat Fussballclubs in der Coronavirus-Krise zu mehr Zusammenhalt untereinander aufgerufen.

    Neven ist Mitglied im Spielerrat der Profi-Gewerkschaft Fifpro. Foto: Guido Kirchner/dpa
    Neven ist Mitglied im Spielerrat der Profi-Gewerkschaft Fifpro. Foto: Guido Kirchner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zuletzt hatten die vier deutschen Champions-League-Teilnehmer dieser Saison 20 Millionen Euro für weniger wohlhabende Vereine zur Verfügung gestellt.

    «Von Spielern wird aktuell Solidarität gefordert, und das ist nicht nur jetzt, sondern generell auch richtig. Aber was ist mit den Vereinen?», sagte der 31-Jährige den Zeitungen der «Funke Mediengruppe». «Jeder achtet auf sich selbst, alle schauen nur nach oben und hoffen auch Solidarität, aber keiner schaut nach unten und ist selbst solidarisch. Das zeigt, dass die Kommerzialisierung des Fussballs als Geschäftsmodell die Werte des Sports überschattet.»

    Zuletzt hatten die vier deutschen Champions-League-Teilnehmer dieser Saison 20 Millionen Euro für weniger wohlhabende Vereine zur Verfügung gestellt.

    Subotic warb als Mitglied im Spielerrat der Profi-Gewerkschaft Fifpro für Verständnis, dass viele Spieler abseits der Topligen und -vereine sich einen Gehaltsverzicht nicht leisten könnten. «Die grossen Stars sind nicht einmal die Spitze des Eisbergs, sie sind die Spitze der Spitze des Eisbergs», sagte der frühere Profi von Borussia Dortmund. Man müsse den kompletten Eisberg berücksichtigen. «Da sprechen wir über sehr junge Zeitarbeiter, die oft unter grossem Druck in fremden Ländern arbeiten. Wenn die plötzlich kein Einkommen mehr haben, können sie ja nicht einfach auf etwas anderes umschulen.»

    Subotic rechnet damit, dass Spieler dazu bereit seien, ihre auslaufenden Verträge um ein, zwei Monate zu verlängern, sollte die Saison aufgrund der Coronavirus-Pandemie länger als ursprünglich geplant dauern. «Es wäre ja letztlich nur eine Verlängerung der Saison», sagte er. «Und Fussballer möchten in erster Linie Fussball spielen, das Finanzielle kommt erst an zweiter Stelle - auch wenn das nicht immer klug ist.»

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