Skyranger erhält automatischen Nachlader von Rheinmetall
Der Skyranger soll künftig mit einem automatischen Nachladesystem von Rheinmetall schneller wieder einsatzbereit sein.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall entwickelt gemeinsam mit österreichischen Partnern eine automatische Nachladelösung für den Skyranger. Das System soll die Einsatzfähigkeit mobiler Flugabwehrfahrzeuge erhöhen.
Der neue «Reloader» ist zunächst für den Skyranger 30 vorgesehen, berichtet die «Militär Aktuell». Die Entwicklung soll ermöglichen, rund 250 Schuss Munition schneller und ohne direkte Gefährdung der Besatzung auszutauschen.
Der Skyranger nutzt je nach Ausführung eine 30- oder 35-Millimeter-Revolverkanone. Nach einem Feuerkampf muss das verbrauchte Munitionsmagazin möglichst rasch ersetzt werden.
Rheinmetall setzt auf robotergestützte Technik
Künftig soll ein robotergestütztes System diesen Vorgang übernehmen. Die Besatzung bleibt dabei geschützt im Fahrzeug und muss den geschützten Bereich nicht verlassen.
Das Konzept sieht einen automatisierten Magazinwechsel vor. Ein Roboterarm soll ein vorbereitetes Magazin aufnehmen, das leere Magazin entfernen und anschliessend die neue Munition einsetzen.
Zusätzlich wird eine Anhängerlösung geprüft. Diese könnte weitere Magazine transportieren und die verfügbare Munitionsmenge deutlich erhöhen.
Skyranger gewinnt international an Bedeutung
Der Skyranger gehört zu den mobilen Flugabwehrsystemen, die derzeit von mehreren europäischen Staaten beschafft werden. Österreich, Deutschland und die Niederlande zählen zu den Ländern, die auf die Technologie setzen.
Auch Belgien prüft eine grössere Investition in die eigene Luftverteidigung. Der «Meta-Defense» zufolge ist ein Paket mit NASAMS- und Skyranger-Systemen im Umfang von 3,1 Milliarden Euro vorgesehen.
Geplant sind unter anderem 20 Skyranger-Systeme zum Schutz wichtiger Infrastruktur und logistischer Knotenpunkte. Die Beschaffung soll sich dabei an bestehenden europäischen Strukturen orientieren.
Rheinmetall arbeitet an neuer Nachladelösung
Die Nachladelösung entsteht gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer sowie den Unternehmen Empl und Palfinger. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase.
Während der Skyranger weiterentwickelt wird, steht ein anderes Rheinmetall-System in der Kritik. Ein ukrainischer Untersuchungsbericht zu Skynex beschreibt laut der «Frankfurter Rundschau» mehrere technische Probleme während eines Drohnenangriffs.

Der Bericht nennt unter anderem Ausfälle bei Hydraulik, Radar und Ladeeinrichtungen. Rheinmetall weist die Vorwürfe zurück und erklärt, Skynex habe sich in der Ukraine als effektiv und zuverlässig erwiesen.












