Sex-Skandal um 70 Italo-Profis und einen F1-Fahrer
Ein Prostitutions-Skandal erschüttert Italien: Rund 70 Serie-A-Stars und sogar ein Formel-1-Pilot sollen zu den Kunden eines Mailänder Netzwerks gehört haben.

Das Wichtigste in Kürze
- In Mailand fliegt ein mutmassliches Prostitutions-Netzwerk mit prominenter Kundschaft auf.
- Laut Berichten sollen rund 70 Serie-A-Profis und ein F1-Fahrer zu den Kunden gehören.
- Vier mutmassliche Betreiber der betroffenen Event-Firma stehen unter Hausarrest.
Es ist ein Skandal, der den italienischen Fussball bis in die obersten Etagen erschüttert. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen rund 70 Profis aus der Serie A in ein Prostitutions-Netzwerk in Mailand verwickelt sein.
Zu den Beschuldigten sollen auch Spieler der Top-Klubs Milan, Inter und Juventus gehören. Ausserdem: In abgehörten Telefonaten fiel zudem der Name eines Formel-1-Fahrers.
Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Event- und Promotionsfirma aus der Mailänder Nachtszene. Das Netzwerk soll bereits 2019 aufgebaut worden sein und selbst während des Corona-Lockdowns ungebremst weitergelaufen sein.
Rund 100 Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren sollen dort gegen Bezahlung sexuelle Dienstleistungen angeboten haben. Die Angebote richteten sich gezielt an eine wohlhabende Kundschaft aus Sport, Wirtschaft und Unterhaltungsbranche.
«All-inclusive»-Pakete für die High Society
Die Kundenkartei der Mutmasslichen Betreiber liest sich wie ein Who's-who der italienischen High Society.
Die Firma soll für ihre Gäste regelrechte «All-inclusive»-Pakete geschnürt haben: Partys in High-End-Clubs, Hotelübernachtungen und die Vermittlung von Escorts. Schauplatz war vor allem die luxuriöse Mailänder Nachtszene.
Brisant ist ein weiteres Detail aus den Berichten: An den Partys sei gezielt Lachgas konsumiert worden. Das Gas soll bei Fussball-Profis deshalb besonders beliebt sein, weil es in keiner Dopingkontrolle auftaucht.
Vier Manager unter Hausarrest
Die Polizei hat inzwischen durchgegriffen. Vier Manager der Event-Firma wurden unter Hausarrest gestellt. Die Vorwürfe wiegen schwer: Ausbeutung, Beihilfe zur Prostitution, Drogenhandel und Geldwäsche.

Zudem beschlagnahmten die Ermittler Vermögenswerte im Wert von rund 1,2 Millionen Euro. Die Untersuchungen laufen – weitere brisante Enthüllungen dürften folgen.












