Schalkes Aufsichtsratschef fordert andere TV-Geld-Verteilung

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Deutschland,

Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefer spricht in einem Interview über die Verteilung der Fernsehgelder in der Bundesliga. Er sieht seinen Club ungerecht behandelt.

Sieht sich und seine Mannschaft benachteiligt: Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Axel Hefer.
Sieht sich und seine Mannschaft benachteiligt: Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Axel Hefer. - Tim Rehbein/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefer fordert eine Umverteilung der Fernsehgelder im Fussball.

«Die Liga muss umsteuern, ganz grundsätzlich», sagte Hefer «Zeit Online».

«Wir bekommen von diesem Kuchen sehr wenig ab, obwohl unsere Spiele selbst in der zweiten Liga von mehr Leuten geschaut werden als ein Spiel von Hoffenheim oder Wolfsburg in der ersten Liga. Die Aufmerksamkeit, die wir erzielen, ist höher als bei fast allen anderen Bundesligavereinen.» Der 45-Jährige ergänzte: «Wir haben sehr hohe Zuschauerzahlen, stehen aber – was die Fernsehgelder betrifft – auf dem vorletzten Platz. Das ist nicht gerecht.»

Die TV-Gelder werden zum Teil nach der sportlichen Leistung der Vereine ausgeschüttet. Hefer wünscht sich einen Systemwechsel. Traditionsvereine wie der Bundesliga-Tabellenletzte Schalke subventionierten «die Retortenclubs, die unpopulären Vereine», sagte er.

Der Club habe fast 170.000 Mitglieder, sagte Hefer. «Wir haben Millionen von Fans und eine Struktur, die all diese Leute betreut: eine leistungsstarke Geschäftsstelle zum Beispiel.»

Zudem sei der mediale Druck grösser. «Die Retortenclubs kennen das gar nicht. Die haben kaum Fans und kaum Beachtung, brauchen auch keine grosse Struktur», sagte Hefer. «Wir tragen die Kosten dieses Systems und haben grossen öffentlichen Druck. Wir bekommen die Vorteile aber nicht, die von anderen abgeschöpft werden. Das kann nicht sein. Das muss korrigiert werden. Das werden sich die Traditionsvereine auf Dauer nicht gefallen lassen.»

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