Mbappé-Affäre in China rückt auch On in den Fokus

    Keystone-SDA
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    China,

    On äussert sich zurückhaltend zur Kontroverse um seinen neuen Markenbotschafter Kylian Mbappé. Laut Medien entfernte der Zürcher Sportartikelhersteller aber Beiträge mit Mbappé von seinen chinesischen Social-Media-Kanälen.

    Der Fussballstar Kylian Mbappé hat in China mit seinem Aussagen für einen Skandal gesorgt. Seit kurzem ist er auch Markenbotschafter des Schweizer Schuhherstellers On, der mit in den ...
    Der Fussballstar Kylian Mbappé hat in China mit seinem Aussagen für einen Skandal gesorgt. Seit kurzem ist er auch Markenbotschafter des Schweizer Schuhherstellers On, der mit in den ... - Keystone/EPA/WU HAO

    Der französische Fussballstar hat mit einer Äusserung über Chinas Ex-Staatschef Mao Zedong in China heftige Kritik ausgelöst und bereits Werbepartner verloren.

    Auslöser war ein Podcast, in dem Mbappé über ein im Internet verbreitetes Scherzbild mit seinem Gesicht auf dem Körper von Mao Zedong sprach. Den abgebildeten Mann bezeichnete er, ohne ihn namentlich zu nennen, als «chinesischen Diktator».

    Sponsoren kündigen Zusammenarbeit

    Drei grosse chinesische Unternehmen, darunter der Getränkehersteller Dongpeng und der Milchkonzern Mengniu, kündigten daraufhin ihre Zusammenarbeit mit Mbappé. Zudem setzte das chinesische Staatsfernsehen die Übertragung von Spielen der spanischen Fussballliga aus, in der Mbappé für Real Madrid spielt.

    Mbappé entschuldigte sich am Dienstag für seine Äusserungen und betonte seinen Respekt gegenüber dem chinesischen Volk und dessen Geschichte. China erklärte am Mittwoch, die Entschuldigung «ernst» zu nehmen, sagte Aussenministeriumssprecher Guo Jiakun.

    Die Kritik in den chinesischen sozialen Netzwerken hielt aber auch am Mittwoch an. Auf den Plattformen Weibo und Xiaohongshu konnten Nutzer Mbappés Konten nicht mehr neu abonnieren. Zudem entfernten offenbar Luxusmarken wie Dior und Hublot Beiträge mit Mbappé von ihren chinesischen Social-Media-Kanälen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

    Auch im Detailhandel zeigten sich Auswirkungen: In einem grossen Adidas-Geschäft in Peking fanden AFP-Journalisten zwar weiterhin Trikots von Real Madrid, aber keine mehr mit Mbappés Namen.

    On äussert sich zurückhaltend

    On hatte Mbappé im September als globalen Markenbotschafter verpflichtet. Mit dem prominenten Neuzugang will der Sportschuhhersteller in den bislang von Nike, Adidas und Puma dominierten Fussballmarkt vorstossen. Mbappé soll dabei eine zentrale Rolle spielen und an der Entwicklung neuer Produkte mitwirken.

    Laut Medienberichten entfernte auch On Beiträge mit Mbappé von seinen chinesischen Social-Media-Kanälen. Gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erklärte das Unternehmen, die Aussagen seiner Sportlerinnen und Sportler spiegelten deren persönliche Ansichten wider. Man nehme Mbappés Entschuldigung «gerne zur Kenntnis» und habe grossen Respekt vor dem chinesischen Volk und dessen kulturellem Erbe.

    «Wir stehen weiterhin im Dialog mit unseren Partnern und geben zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar ab», so On weiter. Zu möglichen Auswirkungen auf die Partnerschaft mit Mbappé und das China-Geschäft äusserte sich der Konzern nicht konkret.

    On-Aktien zuletzt unter Druck

    Die in New York kotierten On-Aktien verloren am Dienstag zeitweise knapp 6 Prozent und schlossen 3 Prozent tiefer bei 32,17 US-Dollar. Bereits in der Vorwoche hatte allerdings eine Kurskorrektur eingesetzt. Seit dem 20. Oktober büssten die Titel damit insgesamt gut 9 Prozent ein.

    Im September hatten die Aktien nach der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Mbappé und dem angekündigten Einstieg ins Fussballgeschäft zunächst deutlich zugelegt. Gleichzeitig hatte On allerdings auch neue Mittelfristziele und einen Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar angekündigt.

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    Kommentare

    User #4139 (nicht angemeldet)

    Er hat sich ja nur beim Volk entschuldigt, das er gar nicht beleidigt hat. Beim diktator hat er sich nicht entchuldigt, also bleibt er als unerwünscht gebrandmarkt

    Weiterlesen

    dsf
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    Anwärter
    moretti
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